Kondensationsfreie Kuehlung durch infrarotdurchlaessige Membranen
Eine Forschungsarbeit unter Leitung von Eric Teitelbaum (Princeton University) untersucht eine Kuehltechnologie, die thermischen Komfort im Freien auch in feucht-tropischen Klimazonen ermoeglicht. Der Ansatz isoliert die gekuehlte Strahlungsflaeche mit einer infrarotdurchlaessigen Membran von der warmen, feuchten Aussenumgebung. Dadurch laesst sich die kuehlende Wirkung der Strahlungsabsorption nutzen, ohne dass an der kalten Oberflaeche Kondenswasser ausfaellt.
Die Studie kombiniert eine spektrale Analyse der Membran mit thermodynamischen und physikalischen Detailuntersuchungen sowie praxisnahen Tests im Klima Singapurs. Zentrales Ergebnis: Bei einer Paneeltemperatur von 5 Grad Celsius erreichte die aeussere Membranoberflaeche 26 Grad Celsius in einer Umgebung mit 32 Grad Celsius und 70 Prozent relativer Luftfeuchte. Daraus ergab sich eine effektive mittlere Strahlungstemperatur von 15,8 Grad Celsius - also eine deutlich spuerbare Kuehlwirkung trotz Bedingungen, unter denen herkoemmliche Kuehlflaechen sofort betauen wuerden.
Damit liefert die Arbeit eine wichtige wissenschaftliche Grundlage fuer die kondensationsfreie Kuehlung ueber Strahlungsabsorption, wie sie auch dem Ansatz von interpanel zugrunde liegt.
Schlagworte
- Radiant Cooling
- Sub Dewpoint
- Thermal Comfort
- Spectral Analysis
- Thermal Transparency
Quelle
Den vollstaendigen Fachartikel finden Sie bei Taylor & Francis Online.