Akustikleuchte, circadianes Licht und Akustik in einem Deckensegel.
Großflächiges circadianes Flächenlicht und breitbandige Schallabsorption. Für Bereiche, die keine Temperierung benötigen. Identisches Format wie Klimaleuchte und Klimapanel.
Eine von drei Konfigurationen im interpanel-Deckensystem. Gemeinsame Maße, gemeinsame Anschlusslogik, gemeinsames Deckenbild. Zur Systemübersicht →
Licht
Heizen
Kühlen
Akustik
Funktionen
Zwei Funktionen in einem Deckensegel.
Im interpanel-System übernimmt die Akustikleuchte die Zone, in der Licht und Akustik im einheitlichen Deckenbild gefragt sind, ohne hydraulische Temperierung. Optisch nicht unterscheidbar von Klimaleuchte und Klimapanel.
In Projekten, die alle drei Konfigurationen kombinieren, entsteht ein durchgehendes Deckenbild über Klima- und Nicht-Klima-Zonen hinweg.
01 Licht
Großflächiges Arbeitslicht
2,3 m² Leuchtfläche pro Akustikleuchte mit LED-Modulen. Farbtemperatur stufenlos 3.000 bis 6.500 K, CRI über 90. Beleuchtungsstärke und Steuerung werden projektspezifisch nach ASR A3.4 und DIN EN 12464-1 ausgelegt. Standardmäßig indirekt abstrahlend, optional direkt-indirekt.
02 Akustik
Breitbandige Schallabsorption
Schallabsorptionsgrad αw ≈ 1,0. Hocheffizienzabsorber Klasse A. Kombination aus porösem Absorber und der akustischen Absorption der Polymermembran. Geprüft durch ein unabhängiges Prüfinstitut nach DIN EN ISO 354.
Die geschlossene Oberfläche trägt zur akustischen Wirkung bei, im Unterschied zu offenporigen Akustikdecken, die Staub und Partikel aufnehmen.
Konstruktion
Ein 50 mm dicker Breitbandabsorber, vorder- und rückseitig wirksam, vereint mit der Flächenleuchte in einem frei abgehängten Deckensegel.
Der Breitbandabsorber kombiniert einen porösen Absorber mit der akustischen Absorption der Polymermembran. Weil das Deckensegel frei abgehängt ist, wirkt der Aufbau beidseitig: vorder- und rückseitig. Das ergibt je Einzelfeld die maximale äquivalente Absorptionsfläche und damit deutlich höhere Werte als Klimapanel und Klimaleuchte, die hauptsächlich rückseitig absorbieren. Ein unabhängiges Prüfinstitut bestätigt nach DIN EN ISO 354 die Absorptionsklasse A mit einem bewerteten Schallabsorptionsgrad αw von rund 1,0.
Im selben Segel arbeiten 2,3 m² LED-Leuchtfläche mit der Lichttechnik der Klimaleuchte, nur ohne hydraulische Temperierung. So stehen Akustik und Beleuchtung nicht im Zielkonflikt, sondern wirken vollflächig in einem Bauteil. Die geschlossene Oberfläche nimmt anders als offenporige Akustikdecken keinen Staub auf.
Licht
HCL in der Akustikleuchte
Arbeitslicht über die gesamte Segelfläche.
Die Akustikleuchte verbindet Beleuchtung und Schallabsorption in einem Panel. Die LED-Module geben ihr Licht über eine große, diffuse Fläche ab. Helligkeit und Farbtemperatur können automatisch dem Tagesverlauf folgen oder manuell angepasst werden. Identische Lichttechnik wie in der Klimaleuchte, nur ohne hydraulische Temperierung.
Großflächig und blendarm
Die Leuchtfläche verteilt das Licht ruhig im Raum. Dadurch entstehen weniger harte Kontraste als bei punktförmigen Leuchten.
Dynamische Lichtfarbe
Warmweiß, neutralweiß oder kaltweiß, stufenlos dimmbar und als Tageskurve steuerbar.
Arbeitsplatzgerecht planbar
Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit und Blendbegrenzung werden projektspezifisch nach ASR A3.4 und DIN EN 12464-1 ausgelegt.
Tageslichtsensor, Präsenzmelder, DALI/KNX, EnOcean-Taster oder App, je nach Projektanforderung. Optional auch nur 230 V ohne Systembus.
Für Büro, Pflege und Empfang
Arbeitsplätze, Konferenzräume und repräsentative Flächen. Für Pflegeeinrichtungen, Kliniken und andere Bereiche mit Nachtbetrieb ist eine Nachtlichtfunktion verfügbar.
HCL im Tagesverlauf
Nicht die Kelvin-Zahl zählt, sondern das Licht am Auge.
Die Simulation zeigt zwei Größen getrennt: oben die sichtbare Lichtfarbe (3.000 bis 6.500 K, Tageslichtbezug und visuelle Behaglichkeit), unten das biologisch wirksame Licht am Auge (melanopic EDI). Die circadiane Wirkung hängt nicht an der Farbtemperatur, sondern daran, wie viel melanopisch wirksames Licht das Auge erreicht und wann. Der Regler lässt sich jederzeit greifen; Sommer und Winter zeigen, wie das Tageslicht trägt und wo die große, helle Leuchtfläche das Licht am Auge auf das Tagesziel hebt.
09:30 Uhr6.500 K tageslichtweiß349 lx mEDI
Sichtbare Lichtfarbe (CCT)
Licht am Auge · melanopic EDI (biologisch wirksam)
TageslichtKlimaleuchteTagesziel 250 lx
Sommer: Das Tageslicht trägt den Tag, das Licht am Auge liegt oft schon allein über dem Tagesziel. Die Klimaleuchte ergänzt blendarm und folgt mit der Lichtfarbe dem Tag.
Entscheidend für die biologische Wirkung ist nicht die Kelvin-Zahl, sondern wie viel melanopisch wirksames Licht am Auge ankommt (melanopic EDI) und wann. Die obere Kurve zeigt nur die sichtbare Lichtfarbe; biologisch zählt die untere. Die große, diffuse Leuchtfläche liefert genau diese hohe Beleuchtungsstärke am Auge, blendarm.
Quellen: Tagesziel ≥ 250 lx mEDI am Auge nach Brown et al., PLoS Biology 2022 (internationaler Konsens) und DIN/TS 67600:2022; melanopic EDI definiert in CIE S 026:2018. Dass die Farbtemperatur (CCT) die biologische Wirkung nicht abbildet: Esposito & Houser, Scientific Reports 2022. Der melanopische Faktor je Lichtfarbe ist gemessen (mel-DER 0,52 warmweiß bis 0,97 kaltweiß, In. Licht Ultra); die Beleuchtungsstärken sind eine vereinfachte Veranschaulichung, keine Lichtplanung.
Gemessene Spektren: die Lichtfarbe verschiebt den wirksamen Anteil wirklich.
Die Messung belegt es: In der kaltweißen Einstellung liefert die Akustikleuchte 0,97 mel-EDI je Lux, praktisch auf Tageslicht-Niveau (D65 = 1,0); warmweiß sind es 0,52. Der Wechsel der Lichtfarbe verdoppelt den biologisch wirksamen Anteil pro Lux, nicht nur die Anmutung. Das breite Spektrum (Ra rund 90) füllt auch den melanopisch relevanten Bereich um 490 nm, statt nur einen schmalen Blau-Peak zu setzen.
Kaltweiß6.702 K · mel-DER 0,97
Ra
92,4
Rf / Rg
89,6 / 96,9
R9
77
CAF / S-P
0,88 / 2,43
Warmweiß3.161 K · mel-DER 0,52
Ra
88,6
Rf / Rg
88,2 / 95,7
R9
36
CAF / S-P
0,47 / 1,46
Spektren gemessen mit In. Licht Ultra (Lighting Recipe Studio), Endeinstellungen der Klimaleuchte. mel-DER = melanopische Tageslicht-Effizienz (M-EDI je Lux, CIE S 026; Tageslicht D65 = 1,0). Flimmerwerte identisch über beide Einstellungen: Flicker-Index 0,0, SVM 0,0, 568 Hz. Unabhängige Laborwerte in Prüfung.
Schallabsorption nach DIN EN ISO 354. Das Diagramm stammt aus dem Prüfbericht eines unabhängigen Instituts.
Einzelfeld (beidseitig absorbierend)
Äquivalente Schallabsorptionsfläche A_obj in m², gemessen nach DIN EN ISO 354.
Bewerteter Absorptionsgrad αw nach DIN EN ISO 11654.
Tabelle nach DIN EN ISO 354
Frequenz [Hz]
Einzelfeld (beidseitig absorbierend) A_obj [m²]
100
0,6
125
0,9
160
1,9
200
2,2
250
2,6
315
3
400
3,2
500
3,3
630
3,5
800
3,6
1000
3,3
1250
3
1600
2,9
2000
2,7
2500
2,7
3150
2,8
4000
2,7
5000
2,4
Äquivalente Schallabsorptionsfläche A_obj in m², gemessen nach DIN EN ISO 354.
Bewerteter Schallabsorptionsgrad αw 1, Absorptionsklasse A nach DIN EN ISO 11654.
Quelle: produktspezifischer Prüfbericht (interpanel TD_30 / TD_31).
DIN EN ISO 354
Schallabsorption
Äquivalente Schallabsorptionsfläche A_obj über Frequenz. Die Akustikleuchte ist beidseitig hoch absorbierend, dadurch deutlich höhere Werte je Einzelfeld als bei Klimaleuchte und Klimapanel, die hauptsächlich rückseitig absorbieren. αw ≈ 1,0, Absorptionsklasse A.
Spezifikation
Technische Daten.
Format mit Blende, Einzelsegel
2.163 × 1.068 × 100 mm
Format ohne Blende, Einzelsegel
2.159 × 1.064 × 100 mm
Abhanghöhe
ab 200 mm Gesamthöhe, Sondervariante 0 mm (direkt an Rohdecke mit seitlichem hydraulischem Abgang)
Material
Aluminium, gepulvert in RAL 7021, Farbanpassung durch wechselbare Blende
Anschluss Elektro
230 V, 1-phasig
Anschluss Hydraulik
Nicht erforderlich (keine Temperierung)
Leuchtmittel
LED, 240 W gesamt
Lichtstrom
15.000 lm (pro Farbkanal)
Lichtkonfiguration
Neutralweiß 4000 K oder HCL 3.000 bis 6.500 K (stufenlos)
CRI
>90
Leuchtmittel tauschbar
Ja, nach Facheinweisung
Schallabsorptionsgrad
αw ≈ 1,0 (Klasse A)
Brandschutz
B s2 d0 (DIN EN 13501-1)
Schutzart / Schutzklasse
IP20 / Klasse I
Steuerung
DALI, KNX, EnOcean, Bluetooth, COM1; Steuerung von interpanel optional im Lieferumfang enthalten
Lichttechnik nach DIN EN 13032, Akustik nach DIN EN ISO 354, Brandschutz nach DIN EN 13501-1, VOC-Klassifizierung A+.
Komponenten und Zubehör
Modular aufgebaut, einzeln tauschbar.
Hydraulik, Lichtsteuerung, Akustikauflage, Blende und projektspezifische Zusatzbauteile sind im Panel integriert oder lassen sich werkzeuglos austauschen. Was im Panel steckt und welche Optionen für die Integration in das Projekt verfügbar sind.
Das Grundrahmenprofil des Deckensegels ist in RAL 7021 gepulvert. Um dieses kann eine farblich individuelle Blende werkzeuglos gesetzt werden.
LED-Modul & Lichtsteuerung
Tageslichtnahe HCL-LED-Technik, direkt gekühlt über die thermisch aktivierte Fläche, austauschbare Treiber.
HCL 3.000–6.500 K oder Neutralweiß 4.000 K
CRI > 90, UGR ≤ 19, stufenlos dimmbar 0,1–100 %
Steuerung über DALI, KNX, EnOcean, Bluetooth, COM1
L80/B10 bei 1.750 h/a über 28 Jahre
Akustikauflage
Breitbandabsorber, geprüft nach DIN EN ISO 354. Auflage und Polymermembran sind tauschbar.
αw 0,85 bis 1,0 (Klasse A/B)
Aufbauhöhe 50 mm, Gesamthöhe Segel 150 mm
Brandverhalten DIN 4102 B1, schwer entflammbar
Standardfarbe Schwarz, alternative Farbe auf Anfrage
Blende
Werkzeuglos tauschbare Blende als Übergang vom Deckensegel in Rasterdecken oder geschlossene Deckenflächen. Standard- und Sonderfarben für die Anpassung an das Deckenbild.
Sprinkler, Lüftungsauslässe, Linearleuchten, Notleuchten und Sensorik lassen sich projektspezifisch im Segel integrieren.
Sprinkler- und Lüftungsauslass-Vorbereitung
Linearleuchten und Notleuchten integrierbar
Sensoren für Präsenz, Temperatur, Luftqualität
Individuelle Lösungen auf Anfrage
Installation
Drei Einbauvarianten.
Deckensegel
Frei hängend, mit und ohne Deckenhohlraum. Optimale akustische und lichttechnische Wirkung durch indirekte Beleuchtung der Decke.
Deckennaher Einbau
Kein Abstand zur Raumdecke. Anschlüsse im Deckenhohlraum.
Rasterdeckeneinbau
Eingesetzt in bestehende Rasterdeckensysteme. Anschlüsse im Deckenhohlraum.
Detail zum Rasterdeckeneinbau
Blende als Übergang in die Rasterdecke.
Beim Einbau eines Deckensegels in eine bestehende Rasterdecke wird der Übergang über eine werkzeuglos tauschbare Blende ausgeführt. So bleibt das Deckenbild einheitlich, ohne sichtbare Schnittstelle zwischen Segel und Rasterfläche.
Aluminium, gepulvert in RAL 7021, Farbanpassung durch wechselbare Blende
Tausch ohne Demontage des Segels
Da kein hydraulischer Anschluss erforderlich ist, reduziert sich die Installation auf den elektrischen Anschluss. Montagezeit ca. eine Stunde pro Akustikleuchte, schneller als Klimaleuchte und Klimapanel.
Material & Verarbeitung
Im Detail vorgefertigt, an der Decke ruhig.
Jedes Deckensegel verlässt die Fertigung in Deutschland montagefertig. Die sichtbaren Kanten, Fugen und Oberflächen sind Teil der Gestaltung, nicht des Zufalls.
Blende
Umlaufende Blende in RAL 7021, werkzeuglos tauschbar, präzise Kante zur leuchtenden Fläche.
Stossfuge
Schmale, gleichmäßige Stossfugen zwischen den Segmenten, ohne sichtbare Befestigung.
Segel-Untersicht
Homogene Membranfläche als Licht-, Strahlungs- und Akustikebene in einem Bauteil.
Webinar
interpanel im Projekt verstehen.
Hydraulik, Lichtberechnung, Akustik und Integration im Projekt. Live-Webinar für Fachplaner, Architekten und Fachpartner, mit Fragerunde.