interpanel

Planen mit belastbaren Daten

Geprüfte Leistungsdaten, dynamische Simulation und klare Schnittstellen für Licht, Akustik, Heizen und Kühlen.

Ein Deckensystem, vier planbare Funktionen

Alles was zählt: geprüfte Daten, definierte Schnittstellen, ein hydraulischer Kreislauf und verfügbare Planungsunterlagen.

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Wann interpanel planerisch zur Aufgabe passt.

Wir sagen früh, wenn ein Projekt nicht zum System passt, statt es in die Auslegung zu zwingen.

Besonders geeignet für

  • Büro- und Verwaltungsbauten mit Komfortanspruch
  • Bestandssanierungen mit niedrigen Deckenhöhen oder Denkmalauflagen
  • Gebäude mit Wärmepumpe, Geothermie oder Free Cooling
  • Projekte mit Fensterlüftung statt Vollklimaanlage
  • Bildungs- und Gesundheitsbauten mit Anspruch an Licht und Akustik
  • Flächen mit späterer Umnutzung oder häufigem Mieterwechsel

Weniger sinnvoll, wenn

  • es um Wohnungsbau oder Einfamilienhäuser geht
  • reine Industrie- oder Lagerhallen ohne Komfortanspruch geplant sind
  • Räume keine Kühlung oder Heizung brauchen
  • sehr hohe Feuchtelasten anstehen (Gewächshäuser, Schwimmbäder)
  • nicht genug Raumhöhe vorhanden ist

Kühlleistung, die auch im Sommer verfügbar bleibt.

Geprüft nach DIN EN 14240. Die nutzbare Kühlleistung wird im Betrieb nicht durch Taupunktabschaltungen begrenzt. Das schafft neue Spielräume bei der Auslegung der Kälteanlage.

Wärmebildkamera vor einer interpanel-Kühldecke: die aktive Segeloberfläche zeigt rund 12,6 Grad Celsius in Blau, der umgebende Raum etwa 21 Grad Celsius

Im Wärmebild

Die Kühlfläche arbeitet unter dem Taupunkt

Das Wärmebild zeigt die aktive Segeloberfläche bei rund 12,6 °C, deutlich kühler als der umgebende Raum. interpanel kühlt taupunktunabhängig und ohne Kondensatbildung an der Fläche. Eine taupunktgebundene Kühldecke müsste ihre Oberfläche deutlich wärmer halten und verliert dadurch nutzbare Leistung.

DIN-Prüfung und Praxis sind nicht dasselbe

Nennwerte beschreiben die Laborleistung. Entscheidend für die Planung ist, was im realen Sommerbetrieb bei Luftfeuchte, Fensterlüftung und Taupunktregelung nutzbar bleibt.

Technische Einordnung

Klassische passive Kühldecken erreichen nach DIN EN 14240 typische Nennleistungen in vergleichbarer Größenordnung. Sie müssen ihre Oberfläche jedoch über dem Raumtaupunkt halten und werden bei hoher Luftfeuchte gedrosselt oder abgeschaltet, sodass im feuchten Sommerbetrieb die nutzbare Leistung deutlich sinken kann. Konkrete W/m²-Restwerte hängen von der jeweiligen Annahme und Prüfgrundlage ab. interpanel bleibt durch die MARC-Membran taupunktunabhängig nutzbar.

Das Auslegungsproblem: Die Kälteanlage wird gegen den Norm-Nennwert dimensioniert, im Betrieb fehlt aber Kühlleistung. Diese Lücke muss dann häufig über Lüftung und Entfeuchtung kompensiert werden.

interpanel löst dieses Problem mit der MARC-Membran: rund 107 W/m² Panel-Fläche beim Klimapanel am Auslegungspunkt 8/12 °C bei 26 °C Raum (DIN EN 14240), bzw. rund 184 W/m² Panel-Fläche bei der Klimaleuchte am gleichen Punkt inklusive Abführung der LED-Abwärme. Ohne taupunktbedingte Abschaltung, auch bei offenen Fenstern und im Sommerbetrieb. 8 bis 12 °C Vorlauf, ein hydraulischer Kreislauf für Heizen und Kühlen. Die konkrete Auslegung erfolgt projektspezifisch in der Gebäudesimulation.

Kühlleistung über die Raumluftfeuchte

Nutzbare Kühlleistung pro Panel-Fläche bei TRaum = 26 °C.

So lesen Sie das Diagramm.

Blau ist interpanel, taupunktunabhängig durch die MARC-Membran. Grau ist die klassische passive Kühldecke, deren Oberflächentemperatur über dem Taupunkt gehalten werden muss.

Im roten Bereich ab 60 % r.F. wird die klassische passive Kühldecke aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. interpanel bleibt im gesamten Feuchtebereich nutzbar.

Quellen und Annahmen

Auslegungspunkt, Bürobetriebsfall bei 22 °C, DIN-Norm-Kennlinie, Taupunkttabelle und Prüfberichts-Referenz im ausklappbaren Detailblock.

Quelle und Annahmen

Auslegungspunkt interpanel: 107 W/m² bei TRaum = 26 °C, VL/RL 8/12 °C, TWasser_mean = 10 °C, ΔT = 16 K. Taupunktunabhängig durch die MARC-Membran. Kennlinie aus Prüfbericht VF20 K16.5167z (HLK Stuttgart, Februar 2020), Formel Q = 5,1001 · ΔT1,0969.

Typischer Bürobetrieb bei TRaum = 22 °C: interpanel rund 78 W/m² bei TWasser_mean = 10 °C, ΔT = 12 K, das sind etwa 73 % des Auslegungswerts. Klassische passive Kühldecke etwa 34 W/m², gebunden an die Mindestvorlauf-Grenze von 18 °C. In der Praxis oft relevanter als die Worst-Case-Annahme von 26 °C.

Klassische passive Kühldecke: DIN EN 14240, Standardkennlinie 72 W/m² bei ΔT = 8 K, Exponent 1,1. Praxisbegrenzung der Oberflächentemperatur TOberfläche ≥ max(TTaupunkt + 3 K, 18 °C). Eine reale Taupunktregelung benötigt diesen Sicherheitsabstand wegen Sensorreaktionszeit und Stelltoleranz. Ab etwa 60 % relativer Raumluftfeuchte wird die Anlage in der Praxis komplett abgeschaltet, obwohl rechnerisch noch Restleistung möglich wäre.

Taupunkttemperaturen bei TRaum = 26 °C (Magnus-Formel): bei 40 % r.F. 11,3 °C, 50 % r.F. 14,8 °C, 60 % r.F. 17,6 °C, 70 % r.F. 20,1 °C, 80 % r.F. 22,3 °C.

Unsicherheit: Eine ±5 % Schwankungsbreite zwischen Herstellerangaben und Prüftoleranz ist nicht abgebildet, gilt aber für beide Kennlinien.

Quelle: MARC-Forschungsprojekt von interpanel, Stand 04/2026. Projektspezifische Werte werden in der dynamischen Gebäudesimulation belegt.

Eine durchgehend nutzbare Kühlleistung wirkt auf Raum und Anlage

Die taupunktunabhängige Leistung verändert das Kühlverhalten im Raum und die Auslegung der gesamten Anlage.

Im Raum

Drei Auswirkungen der Leistungskennlinie

Frühe Kühlung

Wirksam ab 21 °C, über den gesamten Temperaturbereich

Ab 21 °C steht ein Großteil der Auslegungsleistung bereit, bei 22 °C über 70 Prozent; mit 20 bis 35 Prozent Deckenbelegung in Büro- und Verwaltungsbauten häufig ausreichend.

24/7-Betrieb und Nachtauskühlung

Gebäudemasse als thermische Batterie

Dauerbetrieb und aktive Nachtauskühlung sind auch unterhalb der Raum-Taupunkttemperatur möglich; die Gebäudemasse wird nachts entladen und puffert die Lasten des Tages.

Reaktionszeit

Schnelle Reaktion auf Lastwechsel

Je nach Anlagentechnik stehen in 2 bis 4 Minuten bis zu 80 Prozent der Auslegungsleistung an, spürbar in Räumen mit wechselnder Belegung.

In der Anlage

Der Taupunkt betrifft die Anlage, nicht die Kühlfläche

Hydraulik, Lüftung, Erzeugung und Regelung können schlanker ausgelegt werden.

Hydraulik

Gemeinsamer Kaltwasserkreis

interpanel und konventionelle Klimatechnik laufen im gemeinsamen Kaltwassernetz; zusätzliche Trennungen sind selten nötig.

Lüftung

Auslegung nach tatsächlichem Bedarf

Volumenströme und Entfeuchtung folgen dem Bedarf der Nutzung, nicht dem Schutz der Kühlfläche.

Erzeuger

Kleinere Aggregate

Verteilte Lasten und gekappte Spitzen erlauben kleinere Kältemaschinen, Rückkühler, Pumpen und Speicher.

MSR

Weniger Regelungsaufwand

Taupunktüberwachung an der Fläche entfällt; Regelung, Inbetriebnahme und Fehlersuche bleiben übersichtlich.

Feuchteregelung

Feuchte und Kühlleistung getrennt betrachtet

Die Raumluftfeuchte wird über die Lüftung geführt, nicht über die Kühldecke; die thermische Leistung bleibt von Feuchtespitzen unabhängig. Bei hohen Feuchtelasten bleibt Entfeuchtung projektspezifisch, ausgelegt über die Jahres-Gebäudesimulation.

Hinweis zur Auslegung: Die tatsächliche Einsparung hängt von Nutzung, Lastprofil und Anlagenkonzept ab. Belastbare Aussagen ergeben sich aus der projektbezogenen Anlagenberechnung und Gebäudesimulation.

Ein Kreislauf für Sommer und Winter

Die interpanel-Decke arbeitet im Winter als wassergeführte Niedertemperatur-Strahlungsheizung und im Sommer als Kühlsystem. Die Wärme wird gleichmäßig über die Fläche abgegeben, bei niedrigen Vorlauftemperaturen und ohne Eingriff in den Bodenaufbau.

Wärmebild eines Büroraums mit aktivierter interpanel-Deckenheizung: die Deckenfläche gibt gleichmäßige Strahlungswärme ab, Temperaturskala von 17,9 bis 30 Grad Celsius
Wärmebild: gleichmäßige Strahlungswärme über die Deckenfläche. Klar zu erkennen ist, dass die Decke kühler als die Person ist. Ein warmer Kopf oder kalte Füße sind nicht zu befürchten.

Niedrige Vorlauftemperaturen, 28 bis 40 °C

Die Heizung arbeitet im optimalen Bereich von Luft-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Auch Solarthermie und Niedertemperaturnetze sind als Wärmequelle möglich.

Ein hydraulischer Kreislauf für Heizen und Kühlen

Derselbe Kreislauf, der im Sommer kühlt, heizt im Winter. Kein zweites Verteilsystem, ein Anschluss pro Panel, reines Wasser ohne Zusätze.

Wärme in Minuten statt Stunden

Durch die geringe thermische Masse reagiert die Heizfläche deutlich schneller auf Laständerungen als klassische Flächenheizungen.

Heizleistung geprüft nach DIN EN 14037, Komfortkriterien nach DIN EN ISO 7730 und ASHRAE 55. Typische Heizleistung 80 W/m² Heizfläche bei 40/35 °C Vorlauf (DIN EN 14037, ΔT 17,5 K bei 20 °C Raum), max. 50 °C. Heiz- und Kühlauslegung erfolgen projektabhängig in der Gebäudesimulation.

Licht und Raumklima entstehen im selben Panel.

Großflächiges, circadianes Flächenlicht, mitgeplant im Deckenraster. Eine Klimaleuchte leuchtet bis zu 30 m² Raumfläche oder vier bis fünf Arbeitsplätze aus. Für die Planung zählen die normativen Kennwerte und die offenen Schnittstellen, die lichttechnische Tiefe steht auf der Produkt- und Technologieseite.

Arbeitsstättenkonform, HCL, offene Schnittstellen

2,3 m² Leuchtfläche je Klimaleuchte. ASR A3.4 und DIN EN 12464-1, UGR ≤ 19, CRI > 90, Lichtfarbe 3.000 bis 6.500 K oder Neutralweiß; LDT-Daten für Relux und DIALux nach DIN EN 13032. Steuerung über DALI, KNX, EnOcean, Bluetooth oder COM1; die LED-Abwärme geht in den Kühlkreislauf statt in den Raum.

Akustik wird im Deckenbild mitgeplant.

Die Schallabsorption sitzt in denselben Segeln wie Kühlung und Licht und wird über die Belegung ausgelegt, nicht über zusätzliche Deckenflächen. Breitbandabsorber der Klasse A, αw ≈ 0,85 bis 1,0, geprüft als Einzelsegel und im Verbund nach DIN EN ISO 354.

In der Planung

Kennwerte für die Nachhallzeitberechnung

Die Deckensegel bringen die Schallabsorption mit; reine Akustiksegel ergänzen, wo die Nachhallzeit zusätzliche Fläche erfordert. Geprüfte Kennwerte je Konfiguration (Einzelsegel und Verbund) erhalten Akustikplaner auf Anfrage.

Modular aufgebaut, einzeln tauschbar.

Hydraulik, Lichtsteuerung, Akustikauflage, Blende und projektspezifische Zusatzbauteile sind im Panel integriert oder lassen sich werkzeuglos austauschen. Was im Panel steckt und welche Optionen für die Integration in das Projekt verfügbar sind.

Das Grundrahmenprofil des Deckensegels ist in RAL 7021 gepulvert. Um dieses kann eine farblich individuelle Blende werkzeuglos gesetzt werden.

interpanel Deckensegel, Hydraulik

Hydraulik

Anschlussfertige Steckkupplung, sauerstoffdiffusionsoffen, Vorlauf flexibel von 6 °C (Kühlung) bis 40 °C (Heizung).

  • 3/4 Zoll Eurokonus, Medium Wasser
  • Vorlauf Kühlung typisch 8 bis 12 °C, ab 6 °C möglich
  • Vorlauf Heizung 28 bis 40 °C, max. 50 °C
  • Kompatibel mit Wärmepumpe, PVT und Free Cooling
interpanel Deckensegel, LED-Modul & Lichtsteuerung

LED-Modul & Lichtsteuerung

Tageslichtnahe HCL-LED-Technik, direkt gekühlt über die thermisch aktivierte Fläche, austauschbare Treiber.

  • HCL 3.000–6.500 K oder Neutralweiß 4.000 K
  • CRI > 90, UGR ≤ 19, stufenlos dimmbar 0,1–100 %
  • Steuerung über DALI, KNX, EnOcean, Bluetooth, COM1
  • L80/B10 bei 1.750 h/a über 28 Jahre
interpanel Deckensegel, Akustikauflage

Akustikauflage

Breitbandabsorber, geprüft nach DIN EN ISO 354. Auflage und Polymermembran sind tauschbar.

  • αw 0,85 bis 1,0 (Klasse A/B)
  • Aufbauhöhe 50 mm, Gesamthöhe Segel 150 mm
  • Brandverhalten DIN 4102 B1, schwer entflammbar
  • Standardfarbe Schwarz, alternative Farbe auf Anfrage
interpanel Deckensegel, Blende

Blende

Werkzeuglos tauschbare Blende als Übergang vom Deckensegel in Rasterdecken oder geschlossene Deckenflächen. Standard- und Sonderfarben für die Anpassung an das Deckenbild.

  • RAL 7021 Schwarzgrau Standard, glatt matt
  • Optional RAL gepulvert, projektspezifische Sonderfarben
  • Aluminium, gepulvert in RAL 7021
  • Tausch ohne Demontage des Segels
interpanel Deckensegel, Zusatzbauteile & Integration

Zusatzbauteile & Integration

Sprinkler, Lüftungsauslässe, Linearleuchten, Notleuchten und Sensorik lassen sich projektspezifisch im Segel integrieren.

  • Sprinkler- und Lüftungsauslass-Vorbereitung
  • Linearleuchten und Notleuchten integrierbar
  • Sensoren für Präsenz, Temperatur, Luftqualität
  • Individuelle Lösungen auf Anfrage

Von den Projektdaten zur Auslegung

Sie liefern Projektdaten. interpanel übersetzt sie in Simulation, Belegung, Schnittstellen und Unterlagen.

Planungsunterlagen, interpanel-Broschüre mit Referenzprojekten und ein Musterbauteil auf dem Beratungstisch, zwei Personen im Gespräch
Planungsunterlagen und Musterbauteile im Beratungsgespräch
  1. 01

    Anfrage und Eignungsprüfung

    Gebäudedaten, Nutzung, Standort und technische Rahmenbedingungen werden für die erste Eignung geprüft.

  2. 02

    Zonenberechnung (IDA ICE)

    Zeitabhängige energetisch-raumklimatische Berechnung der interpanel-Bereiche über das ganze Jahr nach VDI 2078, mit Lasten, operativen Temperaturen und Energiebedarf je Zone.

  3. 03

    Auslegung und Belegungsplan

    Belegung, hydraulische und elektrische Einbindung sowie Anlagengröße werden projektspezifisch abgeleitet.

  4. 04

    Ausschreibung und Werkplanung

    GAEB/Freitext, BIM/CAD/IFC und LDT-Daten werden für Vergabe und Werkplanung bereitgestellt.

Trocken montiert, in Stunden statt Wochen.

Die Segel werden vorgefertigt geliefert und von geschulten Fachpartnern an Deckenanker und Kaltwasserkreis angeschlossen. Kein nasser Ausbau, kein Eingriff in den Bodenaufbau, planbare Montagezeiten.

„Mit der Fensterlüftung funktioniert die Heiz-, Kühldecke perfekt."

Team Funke Klimatechnik, TGA-Fachbetrieb, Wildeshausen
Torsten Lehmkuhl von Funke Klimatechnik und Alexander Buff von interpanel im Gespräch, im Hintergrund ein Funke Kälte-Wärme-Schauschrank
Im Gespräch bei Funke Klimatechnik, Wildeshausen

Warum Fachplaner sich für interpanel entscheiden.

01

Geprüfte Leistungsdaten für Ausschreibung und Werkplanung

Kühlleistung nach DIN EN 14240, Heizleistung nach DIN EN 14037-5:2016, mit dokumentierter Kennlinie und Auslegungspunkt.

02

Dynamische Gebäudesimulation

Belegungsvorschläge werden im weiteren Verlauf projektspezifisch mit einer dynamischen Gebäudesimulation nach VDI-2078 verifiziert.

03

Ein hydraulischer Kreislauf für Heizen und Kühlen

Niedrige Vorlauftemperaturen (8 bis 12 °C kühlen, 28 bis 40 °C heizen) passen in den Arbeitsbereich von Wärmepumpen.

04

Taupunktunabhängige Kühlung

Keine Taupunktfühler an der Kühlfläche, keine Fensterabschaltkontakte und keine taupunktbedingten Sicherheitsabschaltungen. Die Regelung beschränkt sich auf die Vorlauftemperatur.

05

Unterlagen für Ausschreibung und Werkplanung

Ausschreibungstexte (GAEB/Freitext), BIM-, CAD- und LDT-Daten werden projektspezifisch bereitgestellt.

06

Vier Funktionen, ein System

Beleuchtung, Akustik, Heizung und Kühlung werden in einem vorgefertigten Panel zusammengeführt. Weniger Schnittstellen in der Planungsphase.

Beitrag zur DGNB-Zertifizierung (System 2023)

interpanel unterstützt in der DGNB-Systemversion 2023 mehrere Kriterien gleichzeitig und liefert die Nachweisgrundlagen für die Bewertung.

DGNB Sustainability Challenge 2020, Gewinner in der Kategorie Innovation

SOC1.1

Thermischer Komfort

Kühlung über Strahlungsabsorption: zugfrei, regelt die operative Temperatur direkt über die Flächentemperatur, ohne kritische Strahlungstemperatur-Asymmetrie. Einzelraumregelung möglich.

SOC1.3

Akustischer Komfort

Integrierte Akustikauflage (Klasse A, αw 0,85–1,0, DIN EN ISO 354) im selben Bauteil – Kühlung und Schallabsorption ohne Zielkonflikt.

SOC1.4

Visueller Komfort

Tageslichtnahes Licht (CRI > 90, UGR ≤ 19, DIN EN 12464-1), integriert im Deckensegel.

TEC1.6

Zirkuläres Bauen

Demontierbar, versetzbar und wiederverwendbar (Steckkupplungen, werkzeuglos tauschbare Komponenten, sortenreines Aluminium) – Beitrag zur neuen Mindestanforderung der DGNB 2023.

ENV1.1 / 2.1

Klimaschutz & Primärenergie

Wassergeführt, im Raum kältemittelfrei, wärmepumpen- und Free-Cooling-tauglich, geringe Hilfsenergie, niedriges Materialgewicht. Umwelt-Produktdeklaration (EPD) nach EN 15804 in Vorbereitung.

interpanel unterstützt und erleichtert diese Kriterien; die erreichbare Punktzahl hängt vom Gesamtkonzept und der Nutzung ab (DGNB System 2023). Datenblätter und Nachweise projektspezifisch auf Anfrage.

Fragen aus der Fachplanung

Wie ist die hydraulische Einbindung aufgebaut?

Jedes Deckensegel hat einen Vor- und Rücklaufanschluss als Steckkupplung (3/4 Zoll Eurokonus, Medium Wasser, ohne Zusätze).

  • Klimaleuchte und Klimapanel teilen denselben Kreislauf für Heizen und Kühlen
  • Sauerstoffdiffusionsoffen, Kombination mit Schwarzstahl im System ist nicht zulässig (Edelstahl, Kunststoff, Kupfer zulässig)
  • Keine taupunktbedingte Abschaltung, keine zusätzliche MSR für Entfeuchtung erforderlich
  • Hydraulikschemen und Anschlussbeispiele auf Anfrage
Welche Vorlauftemperaturen sind sinnvoll?

Die typischen Auslegungsbereiche:

  • Kühlung: 8 bis 12 °C Vorlauf, ab 6 °C im Spitzenlastfall möglich
  • Heizung: 28 bis 40 °C Vorlauf, max. 50 °C
  • Spreizung typisch 4 K, anpassbar an die Wärmepumpenauslegung

Die genauen Vorlauftemperaturen für ein Projekt ergeben sich aus der dynamischen Simulation und den Anforderungen der Wärmepumpe.

Welche Normen und Prüfberichte liegen vor?
  • Kühlleistung nach DIN EN 14240 (unabhängige Prüfinstitute)
  • Heizleistung nach DIN EN 14037
  • Akustik nach DIN EN ISO 354 (Einzelsegel und Verbund)
  • Lichttechnik nach DIN EN 13032, ASR A3.4 und DIN EN 12464-1 (Arbeitsstättenkonformität)
  • Brandschutz B s2 d0 nach DIN EN 13501-1
  • Komfortkriterien nach DIN EN ISO 7730
  • VOC-Klassifizierung A+

Prüfberichte werden projektspezifisch auf Anfrage übergeben.

Welche Planungsdaten gibt es für Simulation, CAD und BIM?
  • Photometrische Daten (LDT) für Relux und DIALux
  • CAD-Daten (DWG) und BIM-Modelle (IFC) für die Werkplanung
  • Datenblätter und technische Dokumentation als PDF
  • Vorgefertigte Ausschreibungstexte (GAEB, Freitext)
  • Hydraulikschemen und Anschlussbeispiele

Alle Unterlagen projektspezifisch auf Anfrage über die Projektabteilung.

Welche Simulation legt interpanel zur Auslegung zugrunde?

Wir bieten dynamische Gebäudesimulation mit IDA ICE konform VDI 2078.

  • Minutengenaue Raumtemperaturen, Heiz- und Kühllast, operative Temperaturen
  • Energiebedarf pro Zone, ganzjährig
  • Sommerlicher Wärmeschutz nach DIN 4108-2 als Nebenprodukt
  • Belastbare Grundlage für Wärmepumpenauslegung und Belegungsplan

Die Simulation ist Grundlage für die Auslegung von interpanel-Projekten und wird auf Anfrage erstellt. Allgemeine Gebäudesimulationen ohne interpanel-Einsatz gehören nicht zu unserem Leistungsangebot.

Wie ist die Regelung und Schnittstelle zur Gebäudeautomation?
  • Lichtsteuerung über DALI, KNX, EnOcean, Bluetooth oder COM1
  • Klima-Anbindung über KNX, Modbus oder COM1
  • Einzelraum- oder Zonensteuerung möglich
  • Hydraulische Regelung erfolgt durch das gebäudeseitige Netz (keine eigene Temperatursteuerung im Segel)
  • Sensoren für Präsenz, Temperatur und Luftqualität projektspezifisch integrierbar

Kühlleistungs-Diagramm in voller Größe

Kühlleistung über die Raumluftfeuchte, klassische passive Kühldecke gegenüber interpanel Liniendiagramm. X-Achse relative Raumluftfeuchte 40 bis 80 Prozent bei Raumtemperatur 26 °C. Y-Achse nutzbare Kühlleistung in Watt pro Quadratmeter Panel-Fläche. Die blaue Linie interpanel Klimapanel bleibt konstant bei rund 107 W/m² Panel-Fläche. Die graue Linie der klassischen passiven Kühldecke bei 26 °C Raumtemperatur fällt mit steigender Feuchte und wird ab 60 % relativer Raumluftfeuchte abgeschaltet. Die gestrichelte graue Linie zeigt die Kennlinie bei 21 °C Raumtemperatur, die durch die Mindestvorlauf-Grenze von 18 °C bei rund 34 W/m² limitiert ist. Der Abschaltbereich rechts ist rot eingefärbt. 0 20 40 60 80 100 120 Nutzbare Kühlleistung [W/m²] 40% 50% 60% 70% 80% Relative Raumluftfeuchte (TRaum = 26 °C) Klimapanel bei 26 °C: 107 W/m² · Auslegungspunkt Klimapanel bei 22 °C: 78 W/m² · Komfortoptimum Klassische passive Kühldecke bei 26 °C fällt mit steigender Feuchte Klassische passive Kühldecke bei 21 °C: 34 W/m² begrenzt durch Mindestvorlauf Abschaltbereich klassische passive Kühldecke ab 60 % r.F.
  • 107 W/m²

    interpanel bei 26 °C, unabhängig von der Raumluftfeuchte.

  • 0 W/m²

    klassische passive Kühldecke ab 60 % r.F., aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.

  • 73 %

    der interpanel-Leistung im Komfortoptimum bei TRaum = 22 °C: 78 W/m² bei TWasser_mean = 10 °C.

Quelle und Annahmen

Auslegungspunkt interpanel: 107 W/m² bei TRaum = 26 °C, VL/RL 8/12 °C, TWasser_mean = 10 °C, ΔT = 16 K. Taupunktunabhängig durch die MARC-Membran. Kennlinie aus Prüfbericht VF20 K16.5167z (HLK Stuttgart, Februar 2020), Formel Q = 5,1001 · ΔT1,0969.

Komfortoptimum bei TRaum = 22 °C: interpanel rund 78 W/m² bei TWasser_mean = 10 °C, ΔT = 12 K, das sind etwa 73 % des Auslegungswerts. Klassische passive Kühldecke etwa 34 W/m², gebunden an die Mindestvorlauf-Grenze von 18 °C. 22 °C ist in der Praxis das typische Behaglichkeitsziel und damit der relevantere Auslegungsfall gegenüber dem DIN-Worst-Case 26 °C.

Klassische passive Kühldecke: DIN EN 14240, Standardkennlinie 72 W/m² bei ΔT = 8 K, Exponent 1,1. Praxisbegrenzung der Oberflächentemperatur TOberfläche ≥ max(TTaupunkt + 3 K, 18 °C). Eine reale Taupunktregelung benötigt diesen Sicherheitsabstand wegen Sensorreaktionszeit und Stelltoleranz. Ab etwa 60 % relativer Raumluftfeuchte wird die Anlage in der Praxis komplett abgeschaltet, obwohl rechnerisch noch Restleistung möglich wäre.

Taupunkttemperaturen bei TRaum = 26 °C (Magnus-Formel): bei 40 % r.F. 11,3 °C, 50 % r.F. 14,8 °C, 60 % r.F. 17,6 °C, 70 % r.F. 20,1 °C, 80 % r.F. 22,3 °C.

Unsicherheit: Eine ±5 % Schwankungsbreite zwischen Herstellerangaben und Prüftoleranz ist nicht abgebildet, gilt aber für beide Kennlinien.

Quelle: MARC-Forschungsprojekt von interpanel, Stand 04/2026. Projektspezifische Werte werden in der dynamischen Gebäudesimulation belegt.