interpanel

Fachwissen rund um Heiz- und Kühldecken.

Fachartikel, Lexikon und Technologie-Hintergründe. Für Planer, Architekten und Bauherren, die fundiert entscheiden.

Vertiefende Artikel.

29 Artikel

Taupunkt, Feuchte & Lüftung

Systeme, Vergleich & Bestand

Kühllast, Energie & Hydraulik

Normen & Recht

Licht, Akustik & Decke

Komfort, Klima & Gesundheit

Wirtschaftlichkeit & Nachhaltigkeit

Fachbegriffe verständlich erklärt.

Aktive Deckenfläche

Anteil der Deckenfläche, der thermisch wirksam ist. Bei hoher Leistungsdichte genügen 20 bis 35 Prozent statt 80 bis 90 Prozent bei geschlossenen Kühldecken.

ASR A3.5

Technische Regel für Arbeitsstätten zur Raumtemperatur. Nennt Höchstwerte und Maßnahmen bei hohen Lufttemperaturen am Arbeitsplatz.

Beleuchtungsstärke

Auf eine Fläche treffender Lichtstrom je Flächeneinheit, gemessen in Lux (lx). Am Büroarbeitsplatz sind mindestens 500 lx gefordert.

Betonkernaktivierung

Thermische Bauteilaktivierung, bei der wasserführende Rohre in der Betondecke verlegt sind und die Speichermasse zum Heizen und Kühlen nutzen.

Deckenheizung

Flächenheizung, die über wassergeführte Heizflächen in der Decke Wärme als Infrarotstrahlung abgibt, schnelle Reaktionszeit, niedrige Vorlauftemperatur.

Deckenkühlung

Oberbegriff für die Kühlung eines Raums über thermisch aktive Deckenflächen, überwiegend durch Aufnahme von Wärmestrahlung, ohne Luftbewegung.

Deckensegel

Frei abgehängtes Deckenelement, das je nach Ausführung Kühlung, Heizung, Licht oder Akustik aufnimmt. Belegt nur einen Teil der Deckenfläche.

Deckenstrahlplatte

Abgehängte Metallplatte mit wasserführendem Rohrregister, die überwiegend über Strahlung heizt oder kühlt. Verbreitet in Hallen und großen Räumen.

DIN 18041

Norm zur Hörsamkeit in Räumen. Definiert nutzungsabhängige Soll-Nachhallzeiten und Anforderungen an die raumakustische Planung.

DIN 4108-2

Norm zum Mindestwärmeschutz und sommerlichen Wärmeschutz von Gebäuden. Definiert den Nachweis gegen sommerliche Überhitzung von Räumen.

DIN EN 12464-1

Norm für die Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen. Legt je Sehaufgabe Wartungswerte der Beleuchtungsstärke, UGR-Grenzwerte, Farbwiedergabe und Gleichmäßigkeit fest.

DIN EN 16798

Norm zur energetischen Bewertung von Gebäuden und zur Festlegung von Eingangsparametern für das Raumklima, darunter Kategorien der thermischen Behaglichkeit.

DIN EN ISO 11654

Norm, die aus dem frequenzabhängigen Schallabsorptionsgrad den bewerteten Einzahlwert αw und die Absorptionsklassen A bis E ableitet.

DIN EN ISO 354

Norm zur Messung der Schallabsorption im Hallraum. Liefert den frequenzabhängigen Schallabsorptionsgrad als Grundlage für αw und Absorptionsklassen.

DIN EN ISO 7730

Norm zur analytischen Bestimmung und Interpretation der thermischen Behaglichkeit über die Indizes PMV und PPD.

Dynamische Kühllast

Zeitlich veränderlicher Verlauf der Kühllast über den Tag und das Jahr, ermittelt über eine thermische Gebäudesimulation statt über einen einzelnen Spitzenwert.

Flächenkühlung

Oberbegriff für Kühlsysteme, die über große Bauteilflächen (Decke, Wand, Boden) mit moderaten Temperaturen kühlen, überwiegend durch Strahlungsaustausch.

Heiz- und Kühldecke

Deckensystem, das mit demselben wassergeführten Register heizt und kühlt, durch Umschalten der Medientemperatur zwischen Warm- und Kaltwasser.

Human Centric Lighting

Beleuchtungskonzept, das Lichtfarbe und vor allem die melanopisch wirksame Lichtmenge am Auge im Tagesverlauf führt, um den circadianen Rhythmus und das Wohlbefinden zu unterstützen.

Kapillarrohrmatte

Matte aus feinen Kunststoffrohren (Durchmesser 3 bis 5 mm), eingebettet in Putz oder Gipskarton, für gleichmäßige Flächentemperierung mit geringer Aufbauhöhe.

Klimadecke

Deckensystem, das heizt und kühlt, oft synonym zur Heiz-/Kühldecke verwendet. Anders als der Begriff nahelegt, entfeuchtet eine Klimadecke nicht.

Kühlbalken

Deckengerät, das Raumluft über ein Kühlregister abkühlt. Passive Kühlbalken nutzen Konvektion, aktive Kühlbalken zusätzlich zugeführte Primärluft.

Kühldecke

Deckensystem, das Räume über wassergeführte Kühlflächen an der Decke temperiert, zugfrei und geräuschlos.

Kühllast

Wärmestrom, der einem Raum entzogen werden muss, um eine gewünschte Raumtemperatur zu halten. Summe aus inneren und äußeren Lasten, angegeben in Watt oder W/m².

Kühlsegel

Einzeln abgehängte Kühlelemente unter der Rohdecke, belegen nur 20 bis 50 % der Deckenfläche statt 80 bis 90 % bei geschlossenen Kühldecken.

Leuchtdichte

Maß für die Helligkeit, mit der eine leuchtende oder beleuchtete Fläche dem Auge erscheint, gemessen in Candela je Quadratmeter (cd/m²). Maßgeblich für Helligkeitseindruck und Blendung.

MARC-Membran

Infrarotdurchlässige Membran, die die Kühlfläche physikalisch von der feuchten Raumluft trennt. Wärmestrahlung passiert, die kalte Fläche bleibt von Raumluftfeuchte getrennt. Das ist die Basis der taupunktunabhängigen Kühlung.

Nachhallzeit

Zeit, in der der Schalldruckpegel nach Abschalten der Schallquelle um 60 Dezibel abnimmt (T60). Maß für die Hörsamkeit eines Raums nach DIN 18041.

Operative Temperatur

Mittelwert aus Lufttemperatur und mittlerer Strahlungstemperatur, beschreibt das tatsächliche Temperaturempfinden besser als die Lufttemperatur allein.

PMV / PPD

Komfortindizes nach DIN EN ISO 7730: PMV (Predicted Mean Vote) prognostiziert das mittlere Temperaturempfinden, PPD (Predicted Percentage Dissatisfied) den Anteil Unzufriedener.

Schallabsorption

Umwandlung von Schallenergie in Wärme an porösen oder schwingungsfähigen Oberflächen. Kennwert αw, Absorptionsklassen A-E nach DIN EN ISO 11654.

Sommerlicher Wärmeschutz

Bauliche und anlagentechnische Maßnahmen, die sommerliche Überhitzung von Räumen begrenzen. Nachweis nach DIN 4108-2 und GEG.

Spezifische Kühlleistung

Kühlleistung je Quadratmeter aktiver Fläche, angegeben in W/m². Vergleichswert für Kühldecken und Kühlsegel, abhängig von Vorlauftemperatur und Untertemperatur.

Stille Kühlung

Kühlung ohne Ventilatoren und ohne hörbare Luftbewegung, realisiert über wassergeführte Flächensysteme. Auch als geräuschlose oder lautlose Kühlung bezeichnet.

Taupunkt

Temperatur, bei der Wasserdampf an kalten Oberflächen kondensiert, limitierender Faktor klassischer passiver Kühldecken.

Taupunktunabhängige Kühldecke

Kühldecke, die auch bei hoher Luftfeuchtigkeit mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeitet, ohne taupunktbedingte Abregelung bei zulässigen Betriebsbedingungen. Eine infrarotdurchlässige Membran schützt die Kühlfläche vor feuchter Raumluft.

Taupunktwächter

Sensor oder berechneter Grenzwert in der Regelung, der bei drohender Kondensation die Vorlauftemperatur einer Kühldecke anhebt oder die Kühlung abschaltet.

UGR

Unified Glare Rating, einheitliches Bewertungsmaß für die psychologische Blendung durch Beleuchtung. Für Bildschirmarbeitsplätze gilt UGR ≤ 19.

VDI 2078

Richtlinie zur Berechnung der thermischen Lasten und Raumtemperaturen, Grundlage für die Auslegung der Kühllast und für instationäre Jahressimulationen.

Verschattung

Maßnahmen, die solare Einstrahlung vor oder an der Verglasung abfangen. Außenliegender Sonnenschutz ist deutlich wirksamer als innenliegender und zentraler Baustein des sommerlichen Wärmeschutzes.

Vorlauftemperatur

Temperatur des Heiz- oder Kühlmediums beim Eintritt in die Fläche. Bei Kühldecken bestimmt sie zusammen mit dem Taupunkt die erreichbare Kühlleistung.

Wärmestrahlung

Elektromagnetische Strahlung im Infrarotbereich, überträgt thermische Energie zwischen Oberflächen ohne Luftbewegung.

Projektberatung.

interpanel begleitet Projekte von der Gebäudesimulation bis zur Inbetriebnahme. Weitere Einstiege finden Sie auf der Systemübersicht, der Leistungen-Seite und in den realisierten Projekten.