VR-Bank Coburg.
Umbau und Sanierung der Büros mit taupunktunabhängigen Heiz- und Kühlsegeln. Wärmepumpe und Fernwärme, geringe Deckenbelegung, natürliche Fensterlüftung.
16,5 kW
Anlagenleistung per Gebäudesimulation, statt bis 245 % höherer Normauslegung
Wärmepumpe
Luft-Wasser-System, Wärme über Fernwärme
Fensterlüftung
Taupunktfrei ohne zusätzliche Luftkühlung
Projektdaten.
Projekt
Sanierung mit taupunktunabhängiger Heiz- und Kühltechnik.
Die VR-Bank Coburg eG zeigt mit ihrer Sanierung, dass auch traditionelle Finanzinstitute auf modernste Technologien setzen. Die Modernisierung nach neuesten Energiestandards bietet Mitarbeitern und Kunden ein attraktives Umfeld. Die Bank setzt dabei auf Wärmepumpen und moderne Klimatechnik für die Symbiose aus Effizienz und gesundem Raumklima.
Als Heiz- und Kühldeckensystem kommt ausschließlich das Klimapanel von interpanel zum Einsatz. Das Niedertemperatur-System nutzt den Austausch von Infrarotstrahlung im Raum mit den temperierten Segelflächen, ohne Luftbewegung, für ein angenehmes Empfinden von Kühle und Wärme. Durch die Unabhängigkeit von der Taupunkttemperatur eignet sich das System ideal für die Kombination mit natürlicher Fensterlüftung. Taupunktfühler oder eine Taupunktabschaltung sind nicht notwendig. Die geringe Deckenbelegung schuf zudem mehr Platz, sodass Architekt Martin Schmidt mehr Gestaltungselemente in die Freiräume einbringen konnte.
Die akustisch wirksamen Klimapanels sind von der Rohbetondecke und unter der Gipskartondecke abgependelt, in Gruppen von ein bis fünf Segeln bei durchschnittlich rund 25 % Deckenbelegung. Die Medienversorgung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, die Wärme zusätzlich über Fernwärme. Die Vorlauftemperaturen liegen im Kühlfall bei etwa 8 bis 12 °C. Geheizt wird über die Deckenheizung und bestehende Heizkörper, gekühlt ausschließlich über die Deckenkühlung. Eine zusätzliche Luftkühlung über eine Lüftungsanlage ist nicht verbaut.
Ein wesentlicher Punkt war die geringere Dimensionierung der Anlage durch eine detaillierte Gebäudesimulation. Nach Heizlastnorm DIN 12831 und VDI 2078 wären bis zu 245 % mehr Anlagenleistung notwendig gewesen. Durch eine instationäre Gebäudesimulation von interpanel wurde nachgewiesen, dass 16,5 kW sicher ausreichen, um die gewünschten Temperaturen im tiefsten Winter wie im heißesten Sommer zu halten. Das führte zu erheblichen Einsparungen in der Anlagentechnik, während der Aufwand der Simulation im Gesamtkontext eine vernachlässigbare Rolle spielte.
Bildergalerie.
Referenzen
Weitere Projekte.

Chilehaus Hamburg
Hamburg
Bestandssanierung unter höchsten Denkmalschutzauflagen. Taupunktunabhängige Kühlung mit 8 bis 12 °C Vorlauf. Fensterlüftung.

Cresco Real Estate Berlin
Berlin
300+ Klimapanels, 50+ Klimaleuchten. RAL 7021. 13 Monate Bauzeit. 7 Etagen.

Kaisergalerie Hamburg
Hamburg
Denkmalgeschütztes Kontorhaus von 1907. Heiz- und Kühldecken im historischen Bestand. Bis 3,20 m Deckenhöhe.
Bürosanierung mit interpanel.
Von der Bedarfsanalyse bis zur Inbetriebnahme. interpanel begleitet Sanierungen von Verwaltungsgebäuden, gemeinsam mit Architekten und Fachpartnern vor Ort.