Heizen mit 28 bis 40 °C Vorlauf, gemacht für die Wärmepumpe.
Das interpanel Deckensegel gibt im Winter Strahlungswärme über die Fläche ab, lautlos, zugfrei und ohne Staubverwirbelung. Die niedrigen Vorlauftemperaturen liegen im Arbeitsbereich von Wärmepumpen, und dieselbe Fläche kühlt im Sommer. Ein Wasserkreislauf trägt beides.
Wann das Thema zählt
Heizen über die Decke lohnt sich.
Eine Wärmepumpe ist geplant oder der Umstieg steht an, das Übergabesystem soll mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten.
Im Bestand soll ohne neuen Bodenaufbau nachgerüstet werden, Estricharbeiten scheiden aus.
Die Heizung soll schnell reagieren, etwa bei wechselnder Belegung oder Nachtabsenkung.
Heizen und Kühlen sollen aus derselben Fläche kommen, ohne zweites Verteilnetz.
Zugluft und Staubverwirbelung sollen vermieden werden.
Der Boden soll frei bleiben, für Nutzung, Umbauten und Bodenbeläge ohne Rücksicht auf Heizschlangen.
Das Prinzip
Wärme über die Fläche statt über bewegte Luft.
Im Heizfall gibt die thermisch aktivierte Deckenfläche Wärmestrahlung ab. Diese trifft auf Personen und Raumoberflächen und wirkt dort unmittelbar, ohne dass warme Luft umgewälzt werden muss.
Weil keine Luft bewegt wird, entstehen keine Zugluft und keine Staubverwirbelung, und es bildet sich keine ausgeprägte Temperaturschichtung mit warmer Luft unter der Decke. Die Oberflächentemperaturen bleiben gleichmäßig, der Betrieb ist lautlos.
Maßgeblich für die Behaglichkeit ist die operative Temperatur, das Mittel aus Luft- und Strahlungstemperatur (DIN EN ISO 7730). Die warme Deckenfläche hebt die Strahlungstemperatur, der Raum fühlt sich schon bei moderater Lufttemperatur behaglich an. An kalten Fensterflächen strahlt die warme Decke der Kaltabstrahlung entgegen, genau dort, wo Arbeitsplätze an der Fassade stehen.
Die geringe thermische Masse der interpanel Deckensegel macht das System schnell: Die Heizung reagiert in 2 bis 4 Minuten auf den Bedarf, statt wie ein Estrichspeicher über Stunden nachzulaufen. Heizen und Kühlen teilen sich dieselbe Fläche und denselben Wasserkreislauf, es gibt keinen Systemwechsel und kein zweites Verteilnetz.
Der Unterschied
interpanel für schnelle Wärme mit niedrigen Vorlauftemperaturen.
| Im Heizbetrieb | Fußbodenheizung im Estrich | interpanel Deckensegel |
|---|---|---|
| Reaktionszeit | 2 bis 8 Stunden, Estrich reagiert träge | 2 bis 4 Minuten, geringe thermische Masse |
| Nachrüstung im Bestand | neuer Bodenaufbau, Estrich, Trocknungszeiten | trocken montiert, raum- oder geschossweise |
| Kühlen mit derselben Fläche | eingeschränkt, taupunktbegrenzt, kalte Füße | ja, taupunktunabhängig über die MARC-Membran |
| Staubverwirbelung | vorhanden, aufsteigende Warmluft trägt Partikel mit | keine Luftbewegung durch das System |
| Bodenbelag und Möblierung | Belag und Einbauten beeinflussen die Wärmeabgabe | Decke bleibt frei wirksam, Boden bleibt frei nutzbar |
Beide Systeme sind Flächenheizungen mit niedrigen, wärmepumpentauglichen Vorlauftemperaturen. Der Vergleich beschreibt typische Eigenschaften nasser Estrichsysteme; die Wahl hängt von Gebäude, Nutzung und Komfortanforderungen ab.
Kennwerte
Was in der Planung zählt.
Heizleistung
rund 80 W/m²
Heizfläche, DIN EN 14037; Auslegungspunkt 40/35 °C bei 20 °C Raum (ΔT 17,5 K)
Pro Panel
ca. 184 W
Klimaleuchte und Klimapanel, 2,3 m² Heizfläche pro Panel
Vorlauf Heizen
28 bis 40 °C
maximal 50 °C; im Arbeitsbereich von Wärmepumpen
Reaktionszeit
2 bis 4 min
geringe thermische Masse der abgehängten Segel
Für die Auslegung: ein Panel liefert am Auslegungspunkt 40/35 °C bei 20 °C Raumtemperatur rund 184 W Heizleistung auf 2,3 m² Heizfläche. Heiz- und Kühlauslegung erfolgen projektabhängig, bei Bedarf mit Gebäudesimulation.
Alle Heizleistungsangaben in W/m² beziehen sich auf die aktive Heizfläche (2,3 m² pro Panel), Kühlleistungen auf die aktive Kühlfläche (1,9 m²), nie auf die Raumgrundfläche.
Im Projekt
Weniger Risiko über die Phasen.
- Planen. Heizen und Kühlen aus einer Fläche, ein Verteilnetz, eine Systemverantwortung. Die Übergabetemperaturen passen zur Wärmepumpe, ohne Sonderlösung.
- Bauen. Trocken montiert, kein neuer Bodenaufbau, keine Estrich-Trocknungszeiten. Auch im bezogenen Bestand raum- oder geschossweise nachrüstbar.
- Betreiben. Reaktion in 2 bis 4 Minuten statt Stunden: bedarfsgerecht heizen bei wechselnder Belegung, ohne träge nachlaufende Speichermasse. Das Deckensystem selbst arbeitet wartungsfrei.
- Effizienz. Die Vorlauftemperaturen von 28 bis 40 °C liegen im Arbeitsbereich von Wärmepumpen. Weil die Strahlungswärme direkt auf Personen und Flächen wirkt, kommt der Raum mit etwas niedrigerer Lufttemperatur aus. Kombination mit PV-Strom und thermischen Speichern möglich.
Leistungswerte
Heiz- und Kühlleistung.
Kennlinie und Tabelle nach DIN EN 14037 und DIN EN 14240, bezogen auf die Panelfläche. Alle Leistungswerte, Prüfnachweise und technischen Daten der Deckensegel stehen auf der Systemseite.
Tabelle nach DIN EN 14240 / 14037
| ΔT [K] | Kühlung W pro Panel · DIN EN 14240 | Heizung W pro Panel · DIN EN 14037 |
|---|---|---|
| 25 | 331 | 271 |
| 24 | 316 | 259 |
| 23 | 302 | 247 |
| 22 | 288 | 236 |
| 21 | 273 | 224 |
| 20 | 259 | 212 |
| 19 | 245 | 201 |
| 18 | 231 | 189 |
| 17 | 217 | 178 |
| 16 | 203 | 166 |
| 15 | 189 | 155 |
| 14 | 175 | 144 |
| 13 | 162 | 132 |
| 12 | 152 | 121 |
| 11 | 138 | 110 |
| 10 | 125 | 99 |
| 9 | 111 | 89 |
| 8 | 98 | 78 |
| 7 | 85 | 67 |
| 6 | 72 | 57 |
| 5 | 59 | 46 |
| 4 | 46 | 36 |
| 3 | 34 | 27 |
| 2 | 22 | 17 |
| 1 | 10 | 8 |
| 0 | 0 | 0 |
Leistung je Panel, ermittelt nach DIN EN 14240 (Kühlen) und DIN EN 14037 (Heizen) über die aktive Fläche je Element (Kühlen 1,9 m², Heizen 2,3 m²). Quelle: offizielle Leistungsdatentabelle interpanel (TD_18).
Häufige Fragen.
Wird eine warme Decke unbehaglich?
Passt das System zur Wärmepumpe?
Wie schnell reagiert die Heizung?
Reicht die Heizleistung im Winter?
Heizt und kühlt dasselbe Segel?
Heizen und Kühlen in einem System.
Ob die Heizleistung für Ihr Gebäude trägt, hängt an Heizlast, Hülle und Wärmeerzeuger. Reichen Sie Ihre Randbedingungen ein, interpanel begleitet die hydraulische Auslegung und die Einbindung in Wärmepumpe, PV und Speicher, projektspezifisch.
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