interpanel
interpanel Deckensegel als kühlende Fläche unter einer Holzbalkendecke

Stille Kühlung. Auch bei offenen Fenstern, problemlos im Hochsommer.

Das interpanel Deckensegel nimmt die Raumwärme direkt über die Absorption von Wärmestrahlung auf. Das ist leise und zugfrei. Durch das MARC-Prinzip muss die Kühlung im Sommer nicht am Taupunkt abregeln: für maximale Sicherheit und Leistung, auch bei tiefen Vorlauftemperaturen von bis zu 6 °C.

Taupunktunabhängige Flächenkühlung und Deckenheizung, eine grundlegende Entscheidung für Ihr Objekt.

Fensterlüftung soll weiter möglich sein.

Die Kühlung muss im Sommer stabil funktionieren, auch dann, wenn noch keine 26 °C Raumtemperatur erreicht sind.

Es können nicht 80 oder 100 % der Deckenfläche belegt werden.

Großvolumige Luftkanäle haben keinen Platz.

Es soll auf eine Lüftungsanlage verzichtet oder nur eine Minimallüftung umgesetzt werden.

Eine Kühlung und Entfeuchtung der Luft soll später nachrüstbar bleiben.

Der Komfort der Nutzer ist besonders wichtig.

Energieeffizienz und Wartungsfreiheit spielen eine große Rolle.

Wärmebildaufnahme einer interpanel Deckenfläche im Kühlbetrieb mit rund 11 Grad Oberflächentemperatur

Kühlung über die Fläche, ohne Abschaltung am Taupunkt.

Im Kühlfall nimmt die thermisch aktivierte Deckenfläche Wärme über Strahlungsabsorption auf. Personen und Raumoberflächen geben ihre Wärme an die kühlere Fläche ab, ohne direkten Luftkontakt. Das ist leise, zugfrei und hygienisch.

Klassische passive Kühldecken stoßen dabei an eine physikalische Grenze. Sinkt die Oberfläche unter den Taupunkt der Raumluft, bildet sich Kondensat. Sie müssen deshalb abregeln oder abschalten, genau dann, wenn es heiß und schwül ist. Statt der nach DIN EN 14240 geprüften Nennleistung von rund 72 W/m² (bei ΔT 8 K) stehen bei Taupunktabregelung im realen Sommerbetrieb oft nur 0 bis 20 W/m² zur Verfügung.

Die MARC-Membran von interpanel hebt diese Grenze auf. Sie trennt die kalte Kühlfläche von der feuchten Raumluft, sodass kein Kondensat entsteht. Wichtig dabei: die Membran trennt den Taupunktkontakt, sie trocknet die Raumluft nicht. Die Vorlauftemperatur kann auf 8 bis 12 °C abgesenkt werden, im Extremfall bis 6 °C, unabhängig von der Raumluftfeuchte.

Besonders wichtig: schon bei normalen Raumtemperaturen von 21 bis 22 °C steht ein Großteil der Kühlleistung zur Verfügung. Der Raum muss nicht erst heiß werden, damit die Kühlung arbeitet.

Nutzbare Kühlleistung über die Raumtemperatur, klassische passive Kühldecke gegenüber interpanel bei 65 % relativer Luftfeuchte Liniendiagramm. X-Achse Raumtemperatur 22 bis 28 °C, Y-Achse nutzbare Kühlleistung in Watt pro Quadratmeter. Bei 65 % relativer Luftfeuchte muss eine klassische passive Kühldecke die Vorlauftemperatur hochfahren, um Kondensation zu vermeiden, dadurch bricht die Kühlleistung ein. interpanel bleibt taupunktunabhängig bei rund 107 W/m² am Auslegungspunkt 26 °C, klassische passive Kühldecke nur 20 W/m². 26 °C · 65 % r.F. · Auslegungspunkt 020406080100120 NUTZBARE KÜHLLEISTUNG [W/M²] 22232425262728 RAUMTEMPERATUR [°C] 106,8 W/m² 20,4 W/m²
interpanel · taupunktunabhängig, VL/RL 8/12 °C
klassische passive Kühldecke · taupunktabhängig
nutzbare Differenz
Konventionelle passive Kühldecken müssen bei steigender Raumtemperatur und hoher Luftfeuchte ihre Vorlauftemperatur hochfahren, damit kein Kondensat entsteht. Dadurch sinkt die Übertemperatur zur Oberfläche und die Kühlleistung bricht ein. interpanel hält über die MARC-Membran konstant 8/12 °C Vorlauf bei 26 °C Raum, taupunktunabhängig auch bei offenen Fenstern. Quelle: interpanel Leistungsdatentabelle TD_18, Webinar-Material 04/2026. Konv. Werte bei 65 % r.F. Raumluftfeuchte.

interpanel für verlässliche Kühlung, auch im Hochsommer.

Im zulässigen SommerbetriebKlassische passive Kühldeckeinterpanel
Kühlleistung bei 26 °C und 65 % rF rund 20 W/m² rund 107 W/m² Panelfläche
Verhalten bei hoher Luftfeuchte Abregelung am Taupunkt kein taupunktbedingtes Abregeln
Nutzbare Vorlauftemperatur aus Kondensationsschutz auf 18 bis 20 °C angehoben 8 bis 12 °C, im Extremfall bis 6 °C
Nötige Deckenbelegung 80 bis 90 % 20 bis 35 %
Fensterlüftung im Betrieb nur mit Abregelung oder Abschaltung kombinierbar, ohne Abregelung

interpanel-Kühlleistung nach DIN EN 14240, Auslegungspunkt 8/12 °C bei 26 °C Raum, bezogen auf die aktive Panelfläche (1,9 m² pro Element). Der Nennwert der klassischen passiven Kühldecke nach DIN EN 14240 liegt bei rund 72 W/m² (ΔT 8 K) und sinkt bei 26 °C und 65 % rF feuchtebedingt auf rund 20 W/m². Die Nennwerte haben unterschiedliche Bezugsbasis und ΔT und sind nicht 1:1 vergleichbar.

Was in der Planung zählt.

Klimapanel

bis zu 245 W

pro Klimapanel, DIN EN 14240 (6/8 °C); Nennwert rund 203 W bei 8/12 °C

Klimaleuchte

bis zu 391 W

pro Klimaleuchte inkl. LED-Abwärme, DIN EN 14240 (6/8 °C); Nennwert rund 349 W bei 8/12 °C

Vorlauf Kühlen

8 bis 12 °C

im Extremfall bis 6 °C, unabhängig von der Raumluftfeuchte

Taupunktabregelung

keine

volle Leistung auch bei Fensterlüftung

Für die Auslegung: ein Klimapanel nimmt bei 26 °C Raumtemperatur rund 203 W auf, eine Klimaleuchte rund 349 W (inkl. LED-Abwärme), jeweils bei 8/12 °C Vorlauf und Rücklauf. Entscheidend ist die Wärmebilanz über den Tag, nicht die aufsummierte Spitzenlast: mit thermischer Masse und Nachtauskühlung genügen in der Praxis typisch rund 20 bis 30 % Deckenbelegung. Beispiel: ein Büro mit 30 m² und drei Klimapanels (5,7 m² aktive Kühlfläche, 19 % Belegung) erhält rund 600 W Kühlleistung.

Deckenbelegung

20 bis 35 % der Deckenfläche genügen, es bleiben 65 bis 80 % frei für Licht, Technik und Gestaltung.

Anschluss

Ein Wasserkreislauf für Heizen und Kühlen, je Panel ein hydraulischer Anschluss über Eurokonus-Steckkupplung, bei der Klimaleuchte zusätzlich ein elektrischer Anschluss.

Regelung

Kein Taupunkt-Abschaltkontakt nötig. Regelung über Raumthermostat oder KNX, das Licht über DALI.

Alle W/m²-Angaben beziehen sich auf die aktive Panelfläche (1,9 m² Kühlfläche pro Element), nie auf die Raumgrundfläche.

Seminarraum mit interpanel Deckensegeln, die kühlen, heizen und beleuchten

Weniger Risiko im Betrieb und im Bau.

  • Betreiben. Die Kühlung bleibt auch im Hochsommer planbar, weil sie nicht am Taupunkt abregeln muss. Die geprüfte Leistung bleibt bei gleichen thermischen Randbedingungen nutzbar.
  • Effizienz. Die Vorlauftemperatur ist frei nach Kühllast wählbar, 8 bis 12 °C, im Extremfall bis 6 °C. Das schafft Leistungsspielraum und passt zu Wärmepumpe, Erdsonde und Free Cooling; projektabhängig kann die Kälteanlage deutlich kleiner ausfallen.
  • Bauen. Fensterlüftung bleibt möglich, oft ohne große Lüftungsanlage. Das spart Technikfläche und Schächte.
  • Planen. Die Kühlung wird mit derselben Fläche geplant, die auch heizt: ein Wasserkreislauf, eine Auslegung, keine getrennten Netze.

Kühl- und Heizleistung.

Kennlinie und Tabelle nach DIN EN 14240 und DIN EN 14037, bezogen auf die Panelfläche. Alle Leistungswerte, Prüfnachweise und technischen Daten der Deckensegel stehen auf der Systemseite.

Spezifische Kühl- und Heizleistung über die Temperaturdifferenz ΔT Liniendiagramm. X-Achse Temperaturdifferenz ΔT 0 bis 25 K, Y-Achse Leistung in Watt pro Panel. Gezeigt werden Kühlleistung nach DIN EN 14240, Heizleistung nach DIN EN 14037 sowie der Bemessungswert mit LED-Beleuchtung 100 % für die Klimaleuchte. ΔT = 16 K · 8/12 °C 050100150200250300350400450500 HEIZ- UND KÜHLLEISTUNG PRO PANEL [W] 2345678910111213141516171819202122232425 TEMPERATURDIFFERENZ ΔT [K] Bemessungswert mit LED (Klimaleuchte) Kühlleistung nach DIN EN 14240 Heizleistung nach DIN EN 14037
Die Heiz- und Kühlleistung wird über die Sichtfläche an den Raum abgegeben. Rückseitig sind Klimaleuchte und Klimapanel 50 mm wärmegedämmt. So lässt sich das Segel auch in geschlossene Decken einbauen, ohne dass nicht zu temperierende Bauräume unnötig gekühlt oder geheizt werden.
Tabelle nach DIN EN 14240 / 14037
ΔT [K] Kühlung
W pro Panel · DIN EN 14240
mit LED
W pro Panel · 240 W
Heizung
W pro Panel · DIN EN 14037
25 331 477 271
24 316 462 259
23 302 448 247
22 288 434 236
21 273 419 224
20 259 405 212
19 245 391 201
18 231 377 189
17 217 363 178
16 203 349 166
15 189 335 155
14 175 321 144
13 162 308 132
12 152 298 121
11 138 284 110
10 125 271 99
9 111 257 89
8 98 244 78
7 85 231 67
6 72 218 57
5 59 205 46
4 46 192 36
3 34 180 27
2 22 168 17
1 10 156 8
0 0 146 0

Leistung je Panel, ermittelt nach DIN EN 14240 (Kühlen) und DIN EN 14037 (Heizen) über die aktive Fläche je Element (Kühlen 1,9 m², Heizen 2,3 m²). Der LED-Bemessungswert enthält die Abführung der LED-Abwärme aus dem 240-W-System in den Kühlkreislauf. Quelle: offizielle Leistungsdatentabelle interpanel (TD_18).

Häufige Fragen.

Bildet sich an der gekühlten Decke Kondenswasser?
Nein. Die MARC-Membran trennt die kalte Kühlfläche von der feuchten Raumluft. An der Membranoberfläche liegt die Temperatur nahe der Raumtemperatur, deshalb entsteht kein Kondensat, auch ohne Taupunktabschaltung.
Wie viele Segel brauche ich für meinen Raum?
Das hängt an der Wärmebilanz über den Tag, nicht an der aufsummierten Spitzenlast. In der Praxis genügen typisch rund 20 bis 30 % Deckenbelegung. Ein Büro mit 30 m² und drei Klimapanels erhält rund 600 W Kühlleistung. Die genaue Auslegung rechnet interpanel projektspezifisch, bei Bedarf mit instationärer Gebäudesimulation.
Kühlt und heizt dasselbe Segel?
Ja. Ein Wasserkreislauf trägt beides: Kühlen mit 8 bis 12 °C Vorlauf, Heizen mit 28 bis 40 °C Vorlauf nach DIN EN 14037. Beide Temperaturbereiche passen zum Arbeitsbereich von Wärmepumpen.
Woher kommt das kalte Wasser?
Aus Wärmepumpe, Geothermie oder Free Cooling. Weil 8 bis 12 °C Vorlauf genügen und im Deckenkreislauf nur Wasser zirkuliert, kein Kältemittel, kann die Kältequelle klein und effizient ausgelegt werden.
Braucht die Kühlung eine Lüftungsanlage zur Entfeuchtung?
Nicht zum Schutz der Kühlfläche. Klassische passive Kühldecken brauchen die Entfeuchtung, damit der Taupunkt nicht erreicht wird, bei interpanel entfällt diese Schutzfunktion. Bei hohen Feuchte- oder Latentlasten, etwa in Kantinen oder bei hoher Personendichte, bleibt Lüftung oder Entfeuchtung aus Komfortgründen trotzdem sinnvoll.
Muss das Deckensystem gewartet werden?
Das Deckensystem selbst ist wartungsfrei und hat keine Verschleißteile. Gewartet wird nur der externe Wärme- oder Kälteerzeuger.

Kühllast projektspezifisch prüfen.

Ob interpanel für Ihr Projekt trägt, hängt an Kühllast, Nutzung, Lüftung und Feuchte. Reichen Sie Ihre Randbedingungen ein, interpanel rechnet die Leistung projektspezifisch und sagt auch, wenn eine Ergänzung sinnvoll ist. Wenn Sie noch vergleichen, gibt der Behaglichkeitsrechner einen ersten Eindruck.