interpanel

Häufige Fragen.

Hier finden Sie kompakte Antworten zu Technik, Einbau, Wirtschaftlichkeit, Komfort, Wartung und Fachplanung. Jede Antwort steht für sich und ist auf den Punkt gebracht.

System und Technik

Wie kühlt das System eigentlich?

Im Kern ist jedes Element eine thermisch aktivierte Fläche, deren Oberfläche über einen Wasserkreislauf heruntergekühlt wird, bei Bedarf bis unter den Taupunkt. Normalerweise würde dort Kondensat ausfallen, doch eine für Wärmestrahlung durchlässige Membran hält die feuchte Raumluft von der kalten Fläche fern, während der Wärmeaustausch über Strahlung ungehindert weiterläuft. So entsteht die Kühlung nicht über kalte Luft, sondern Ihr Körper gibt seine Wärme direkt an die kühle Deckenfläche ab: zugfrei und geräuschlos, vergleichbar mit der Kühle eines sternenklaren Himmels in einer heißen Sommernacht.

Wie schnell reagiert das System auf einen Kühlbedarf?

Nach rund 4 Minuten sind mehr als 80 Prozent der Kühlleistung verfügbar. Konventionelle Systeme brauchen dafür eher 20 bis 120 Minuten. Durch die geringe thermische Masse des Panels und den direkten Strahlungsaustausch ist die Wirkung nahezu sofort spürbar.

Warum transportiert interpanel keine Luft?

Luft ist ein schlechtes Transportmedium für Energie. Für die gleiche transportierte Wärmemenge braucht die Luftförderung ein Vielfaches der Pumpenergie von Wasser, je nach Auslegung in der Größenordnung Faktor 50 bis 100. Hinzu kommt, dass bewegte Luft Zugluft erzeugt, Keime und Staub verteilt, die Schleimhäute austrocknet und aufwendig gefiltert und gewartet werden muss. Wasser transportiert Wärme und Kälte deutlich effizienter und hygienischer. Luft ist zum Atmen da, nicht zum Kühlen und Heizen.

Wie wird die aufgenommene Wärme abgeführt?

Die von Personen, Geräten und der Sonne abgegebene Wärmestrahlung wird von der gekühlten Deckenfläche absorbiert. Das Kaltwasser im Panel nimmt diese Wärme auf und führt sie über den Hydraulikkreislauf ab, etwa zur Wärmepumpe, zum Eisspeicher oder zur Geothermie. Dasselbe Netz lässt sich im Winter zum Heizen nutzen.

Warum entsteht bei der Kühlung keine Zugluft?

Weil keine Luft bewegt wird. Die gesamte Kühlung läuft über Wärmestrahlung, ein physikalischer Prozess ganz ohne Luftbewegung. Konventionelle Klimaanlagen müssen kalte Luft in den Raum blasen, was zwangsläufig zu Zugluft führt. Bei interpanel bewegt sich nur Wasser im geschlossenen System.

Wie fühlt sich die Kühlung an, wenn die Elemente arbeiten?

Etwa so wie der sternenklare Himmel in einer heißen Sommernacht: Sie spüren eine angenehme Kühle von oben, ohne dass sich die Luft bewegt. Die Wärme wird dem Körper sanft entzogen. Das fühlt sich natürlich an, denn unser Körper gibt seine Wärme ohnehin am liebsten als Strahlung an kühlere Flächen ab, hier eben an die Decke.

Können die Panels auch heizen?

Ja. Im Winter strömt warmes Wasser mit 28 bis 35 °C, maximal 40 °C, durch die Panels. Geheizt wird über Niedertemperatur-Infrarotwärme, also effizient, gleichmäßig und behaglich. Frei abgehängte Segel dürfen eine höhere Oberflächentemperatur fahren als eine vollflächige Decke (DIN EN ISO 7730). Über den dadurch günstigeren Sichtfaktor liefern sie sogar mehr Heizleistung als eine vollflächige Deckenheizung.

Was unterscheidet interpanel von einer üblichen Klimaanlage?

Eine Klimaanlage kühlt über kalte Luft, also über Konvektion. interpanel kühlt über Wärmestrahlung. Der menschliche Körper gibt mehr als die Hälfte seiner Wärme über Strahlung ab, und genau diesen Hauptmechanismus lässt die Luftkühlung ungenutzt. In der Praxis heißt das, dass weder Zugluft noch Geräusch entstehen, Staub und Partikel kaum aufgewirbelt werden, die Kühlfläche keine Wartung braucht und die Luft nicht austrocknet. Fensterlüftung bleibt dabei jederzeit möglich.

Brauche ich zusätzlich eine Lüftungsanlage?

Für die Kühlung nicht. interpanel funktioniert mit reiner Fensterlüftung, und für den hygienischen Mindestluftwechsel kann natürliche Lüftung ausreichen. Eine mechanische Lüftungsanlage ist nur dann nötig, wenn das Gebäude andere Anforderungen hat, etwa Schallschutz zur Straße oder besondere Vorgaben an die Luftqualität. interpanel entkoppelt Kühlung von Lüftung. Das spart die teure raumlufttechnische Anlage oder macht sie kleiner.

Was passiert bei einem Stromausfall?

Das hydraulische System arbeitet passiv: Solange kaltes Wasser zirkuliert, kühlt das Panel weiter. Strom benötigen lediglich die Steuerung und die Beleuchtung. Die Kühlfunktion hat eine deutlich höhere Trägheit als eine Klimaanlage, die bei Stromausfall sofort ausfällt.

Wie viel Strom verbraucht die Klimaleuchte?

Kühlung und Heizung selbst verbrauchen am Panel keinen Strom, lediglich die Umwälzpumpe und die Wärmepumpe beziehungsweise Kältemaschine. Die LED-Beleuchtung benötigt maximal 240 W gesamt (48-V-Netzteil, DALI-Standard), im Normalbetrieb durch Tageslichtsteuerung und Präsenzsensorik deutlich weniger. Als Referenz: Im Projekt ABW Architekten lag der Gesamtstromverbrauch für Heizen und Kühlen bei 2,55 kWh/m² pro Monat.

Ist die Klimaleuchte mit meinem Gebäudemanagement kompatibel?

Ja. Die Lichtsteuerung lässt sich über DALI, KNX, Casambi, Loxone und batterielose EnOcean-Funktaster ansteuern. Die Hydraulik wird über Standard-Stellventile und Raumthermostate geregelt und ist damit mit jedem gängigen Gebäudeautomationssystem kompatibel.

Funktioniert das auch in tropischem Klima?

Ja, dafür wurde die Technologie ursprünglich entwickelt, mit Forschung in Südostasien. Auch bei über 80 Prozent relativer Luftfeuchte hält interpanel seine Kühlleistung ohne taupunktbedingte Abregelung. In tropischen Regionen übernimmt die strahlungsbasierte Kühlung die Grundlast, und die Entfeuchtung lässt sich optional über ein separates, deutlich kleineres System ergänzen. So sinkt die Abhängigkeit von energieintensiver Luftkühlung deutlich.

Bildet sich bei interpanel Kondenswasser?

An der von der Membran geschützten Kühlfläche bildet sich im bestimmungsgemäßen Betrieb kein Kondensat. Die MARC-Membran ist wasserdampfdiffusionsdicht, sodass Feuchtigkeit die Kühlfläche physikalisch nicht erreicht, auch nicht bei 6 °C Vorlauf und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Das ist kein Regelungstrick wie ein Taupunktfühler, sondern ein physikalisches Prinzip.

Wie lange halten die Membranen?

Die Lebensdauer liegt bei mehr als 20 Jahren bei normaler Nutzung. Die Membran ist UV-beständig, mechanisch robust und chemisch inert. Bei Bedarf lässt sie sich in 20 bis 40 Minuten im laufenden Betrieb tauschen, ohne das Panel abzuhängen.

Einbau und Installation

Für welche Gebäude und Anwendungen ist das System geeignet?

interpanel ist primär für Gewerbeimmobilien ausgelegt: Büros, Verwaltungsgebäude, Hotels, Konferenzräume, Gesundheitseinrichtungen, Open Spaces, Industriearbeitsplätze, Restaurants und Museen. Es eignet sich sowohl für den Neubau als auch für die Bestandssanierung. Besonders wirtschaftlich ist der Einsatz in Gebäuden, die bisher keine oder nur eine unzureichende Kühlung haben.

Wie aufwendig ist die Installation?

Das System wird komplett vorgefertigt und montagefertig geliefert. Die Montage erfolgt in drei Schritten: Schiene befestigen, Panel einhängen, Hydraulik anschließen. Pro Panel rechnen Sie mit etwa 1,5 Montagestunden, es gibt keine Trocknungszeiten, keine Schweißarbeiten und die Montage erfolgt staubfrei. Von der Montage bis zur Inbetriebnahme ist ein Tag möglich, im Bestand sogar bei laufendem Bürobetrieb.

Wie viel Deckenfläche wird belegt?

Typischerweise werden 20 bis 35 Prozent der Deckenfläche belegt, gegenüber 80 bis 90 Prozent bei konventionellen Kühldecken. Bei einer höheren Kühllast von 50 W/m² und 26 °C Raumtemperatur sind es rund 47 Prozent der Decke beim Klimapanel (50 geteilt durch 107 W/m² aktive Panel-Fläche), konventionell wären es etwa 69 Prozent (konventionelle Nennleistung rund 72 W/m²). Die leistungsstärkere Klimaleuchte kommt bei gleicher Last mit deutlich weniger Fläche aus. Die geringe Belegung schafft Freiraum für Architektur und weitere Installationen.

Kann das System nachgerüstet werden?

Ja, die Nachrüstung ist einer der Hauptanwendungsfälle. Durch die modulare, leichte Bauweise von rund 4 kg/m² bezogen auf die Grundfläche und die Steckverbindungen lässt sich interpanel mit minimalen Eingriffen in Bestandsgebäude integrieren. Es müssen lediglich Kaltwasserleitungen und Stromleitungen bis zum Installationsort geführt werden.

Kann das System bei einem Umzug mitgenommen werden?

Ja. Die Panels sind reversibel montiert und lassen sich demontieren, transportieren und an einem neuen Standort wieder installieren. Die Blenden sind werkzeuglos wechselbar. Bei einem Mieterwechsel kann das System umkonfiguriert oder komplett umgezogen werden.

Welche Mindestabhanghöhe ist nötig?

Die Mindestabhanghöhe beträgt 200 mm von der Unterkante Rohdecke bis zur Unterkante Panel ohne Akustik, mit Akustikauflage sind es 250 mm. Die Segelhöhe setzt sich aus 100 mm Panel plus 50 mm Akustikauflage zusammen und ergibt 150 mm.

Wirtschaftlichkeit

Was kostet der Betrieb?

Die Betriebskosten sind immer projektspezifisch und hängen von Gebäude, Klima und Nutzung ab. Als Orientierung dient ein Referenzprojekt mit 250 m² und 28 Monaten Monitoring: rund 0,60 €/m² pro Monat für Heizen und Kühlen zusammen, im Spitzenmonat eines Rekordsommers lag allein die Kühlung bei etwa 0,32 €/m². In einem weiteren Büroprojekt fielen für 30 m² gekühlte Bürofläche im August lediglich rund 5,29 € an. Diese Werte zeigen die Größenordnung, ersetzen aber keine individuelle Berechnung für Ihr Vorhaben.

Wie hoch ist die Investition?

Die Investition lässt sich nur projektspezifisch beziffern. Entscheidend ist der Vergleichsmaßstab, denn interpanel übernimmt Kühlung, Heizung, Beleuchtung und Akustik in einem System. Die Gesamtinvestition gehört deshalb gegen die Summe der vier Einzelsysteme gestellt, nicht gegen ein einzelnes. Im ABW-Referenzprojekt in Düsseldorf (250 m²) lagen die Betriebskosten über zehn Jahre deutlich unter der konventionellen Variante aus Klimaanlage und Fußbodenheizung. Die Mehrinvestition für das Mehr an Funktion amortisiert sich daraus über die Nutzungsdauer.

Welchen Effekt hat das System auf die Produktivität?

Thermischer Komfort gilt als einer der stärksten Hebel auf die Produktivität von Mitarbeitenden. Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen Raumtemperatur und Leistungsfähigkeit hin: Seppänen et al. (2006) beziffern den Produktivitätsverlust auf rund 1 bis 2 % je Grad über dem thermischen Optimum, woraus sich nach dieser Studie bei 30 °C statt 25 °C rechnerisch etwa 10 % weniger Leistung ergeben. Weil die Personalkosten im Büro die Energiekosten um ein Vielfaches übersteigen, wiegt nach der 3-30-300-Regel ein Prozent besseres Raumklima rund zehnmal so schwer wie ein Prozent eingesparte Energie. Ein stabil temperierter Raum kann daher dazu beitragen, komfortbedingte Leistungseinbußen über einen heißen Sommer zu verringern.

Ist das System förderfähig?

Ja, eine Förderung ist über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) möglich. interpanel arbeitet mit zertifizierten Energieberatern zusammen, die den Förderantrag begleiten und die Förderfähigkeit für Ihr Projekt prüfen. Welche Mittel im Einzelfall in Frage kommen, hängt vom Gebäude und vom geplanten Maßnahmenumfang ab.

Wie lange hält das System?

interpanel ist auf einen Lebenszyklus von mehr als 25 Jahren ausgelegt. Der Aluminiumrahmen ist nahezu unbegrenzt haltbar, und die LED laufen durch die thermische Anbindung an die Kühlfläche deutlich kühler und damit länger als in üblichen Leuchten. Alle Komponenten lassen sich einzeln austauschen, ein Totalersatz ist also nicht nötig. Selbst die Membran wird im laufenden Betrieb in 20 bis 40 Minuten gewechselt.

Gesundheit und Komfort

Warum ist eine Kühldecke gesünder als eine Klimaanlage?

Klimaanlagen blasen kalte Luft durch Kanäle und Filter in den Raum. Das kann Zugluft, trockene Schleimhäute, bei mangelnder Wartung die Verteilung von Keimen sowie Geräusche von 40 bis 72 dB verursachen. interpanel bewegt keine Luft, deshalb gibt es keine Zugluft, keine Keimverteilung und keine Filterproblematik. Die Kühlung über Strahlungsabsorption entspricht dem natürlichen Kühlmechanismus des Körpers, der mehr als die Hälfte seiner Wärme als Strahlung abgibt.

Kann ich bei Kühlung das Fenster öffnen?

Ja, jederzeit. Das ist einer der wichtigsten Vorteile gegenüber konventionellen Kühldecken, die bei geöffneten Fenstern wegen des Feuchtigkeitseintrags abschalten müssen, um Kondensation zu vermeiden. interpanel arbeitet taupunktunabhängig weiter und ermöglicht damit die Kombination von Fensterlüftung und stiller Kühlung.

Besteht die Gefahr von Schimmel oder Kondensation?

Nein. Die MARC-Membran ist wasserdampfdiffusionsdicht, sodass Feuchtigkeit die Kühlfläche im bestimmungsgemäßen Betrieb physikalisch nicht erreicht. Es gibt keine Kondensatwannen und keine mikrobiellen Quellen. Das System bleibt bauphysikalisch sicher, auch bei 80 % Luftfeuchtigkeit und 6 °C Vorlauf.

Was bringt die circadiane Beleuchtung (Human Centric Lighting)?

Die integrierte LED-Beleuchtung lässt sich von 3.000 K (warmweiß) bis 6.000 K (tageslichtweiß) steuern und kann so den natürlichen circadianen Tagesrhythmus und das Wohlbefinden unterstützen. Wissenschaftliche Hinweise deuten darauf hin, dass tageslichtähnliche Beleuchtung Wachsamkeit und Schlafqualität begünstigen kann. Die großflächige, blendfreie Ausleuchtung erreicht eine hohe melanopische Wirksamkeit (M-EDI), und ein CRI über 90 sorgt für eine natürliche Farbwiedergabe.

Wie laut ist das System?

Das System ist im Panel praktisch geräuschlos, da es keine Ventilatoren, keine Kompressoren und keine beweglichen Teile enthält. Nur Wasser fließt leise hindurch. Zum Vergleich: Klimaanlagen erzeugen Geräusche von 40 bis 72 dB.

Wartung und Lebensdauer

Müssen die Panels regelmäßig gereinigt oder gewartet werden?

Die Kühlfunktion arbeitet wartungsfrei: Es gibt keine Filter, keine Kondensatwannen und keine beweglichen Teile, die verschleißen könnten. Die Membranoberfläche ist antistatisch und geschlossen, sodass sich kaum Staub festsetzt. Wartung fällt nur für die Wärmepumpe oder Kälteanlage an, und zwar im üblichen Rhythmus von ein bis zwei Jahren.

Was passiert, wenn eine LED defekt ist?

Einzelne LEDs lassen sich austauschen, ohne dass Sie das gesamte Panel demontieren müssen. Weil die LEDs thermisch direkt an die Kühlfläche angebunden sind, laufen sie deutlich kühler und halten entsprechend länger. So erreicht die Beleuchtung eine rechnerische Lebensdauer von über 28 Jahren, bezogen auf einen Betrieb bei rund 40 Prozent der Maximalleistung.

Besteht die Gefahr, dass Wasser austritt?

Das hydraulische System nutzt drucklose Steckverbindungen mit maximal 3 bar Betriebsdruck und 10 bar Prüfdruck. Alle Verbindungen sind korrosionsbeständig, und das sauerstoffdiffusionsdichte System schließt Korrosion von innen aus. Aus dem Feldbetrieb seit 2017 sind uns keine Leckagefälle bekannt.

Lässt sich die Membran tauschen?

Ja, und zwar in 20 bis 40 Minuten im laufenden Betrieb. Die Membran wird einfach ausgewechselt, ohne dass Sie das Panel abhängen oder den Wasserkreislauf unterbrechen müssen. So bleibt der Eingriff für Nutzer im Raum praktisch unbemerkt.

Planung für Fachplaner

Welche Vorlauftemperaturen brauche ich für die Auslegung?

Im Kühlbetrieb arbeitet interpanel am Betriebspunkt 8/12 °C, möglich sind Vorlauftemperaturen bis minimal 6/8 °C. Im Heizbetrieb liegen die Vorlauftemperaturen bei 28 bis 35 °C, maximal 40 °C. Das System läuft im 2-Leiter-Betrieb mit Umschaltung zwischen Heizen und Kühlen und passt damit ideal zu Luft-Wasser-Wärmepumpen, Free Cooling und Geothermie.

Brauche ich Taupunktfühler oder Fensterkontakte?

Nein, beides ist nicht erforderlich. Weil interpanel über eine wasserdampfdiffusionsdichte Membran arbeitet und Feuchtigkeit die Kühlfläche physikalisch nicht erreicht, entfällt die Taupunktregelung vollständig. Das ist eine der zentralen Vereinfachungen gegenüber konventionellen Kühldecken, die Taupunktfühler und häufig auch Fensterkontakte zwingend benötigen.

Wie viele hydraulische Netze muss ich vorsehen?

In der Regel genügt ein einziges Netz. interpanel nutzt ein Kaltwassernetz für alle Systeme und lässt sich als 2- oder 4-Leiter-System ausführen. Konventionell sind oft bis zu drei getrennte Netze nötig: Kaltwasser, Warmwasser und ein separater Kühldeckenkreislauf.

Wie wird die Leistung nachgewiesen?

Die Kühlleistung ist nach DIN EN 14240 geprüft, die Heizleistung nach DIN EN 14037, jeweils durch unabhängige Institute. Da bei interpanel keine Taupunktdrosselung stattfindet, bricht die Kühlleistung im Sommer nicht ein, wie es bei taupunktabhängigen Systemen der Fall ist. Als Orientierung erreicht das Klimapanel rund 107 W/m² und die Klimaleuchte rund 184 W/m² nach DIN EN 14240 bezogen auf die aktive Panelfläche.

Welche Normen sind für die Planung relevant?

Für die Auslegung gelten DIN EN 14037 (Heizung), DIN EN 14240 (Kühlung), DIN 4726 (Rohre), DIN EN 13501 (Brandschutz, Klasse B-s2, d0), VDI 6031 (Kühldecken), DIN EN ISO 354 (Akustik) und DIN EN 13032 (Licht). Damit deckt interpanel die thermischen, baulichen und lichttechnischen Anforderungen einer Fachplanung ab.

Wie wird die Anlage dimensioniert?

interpanel bietet die dynamische Gebäudesimulation mit IDA ICE als Planungsservice an. Die instationäre Simulation berücksichtigt reale Klimadaten, Nutzerverhalten, solare Einträge und die Gebäudephysik. Eine dynamische Simulation führt häufig zu einer kleineren Anlagendimensionierung als die statische Normberechnung. Das konkrete Ausmaß ist projektspezifisch und wird in der Simulation ausgewiesen.

Vergleich und häufige Fragen

Kühldecken gibt es doch schon seit Jahren. Was macht interpanel anders?

Konventionelle Kühldecken müssen bei feuchter Luft abschalten, weil sonst Kondensat ausfällt. interpanel arbeitet taupunktunabhängig weiter, weil eine wasserdampfdichte Membran die feuchte Raumluft von der gekühlten Fläche fernhält, der Wärmeaustausch über Strahlung aber erhalten bleibt. Das ist kein gradueller Unterschied, sondern ein anderer physikalischer Ansatz: interpanel hält seine Kühlleistung ohne taupunktbedingte Abregelung auch im schwülen Hochsommer, braucht deutlich weniger Deckenfläche und lässt sich mit Fensterlüftung kombinieren.

Ist interpanel nicht viel teurer als eine herkömmliche Klimaanlage?

Das stimmt nur beim Vergleich von Äpfeln mit Birnen. interpanel ersetzt nicht allein die Kühlung, sondern übernimmt zugleich Heizung, Beleuchtung und Akustik, deshalb gehört die Investition gegen die Summe dieser vier Einzelsysteme gestellt, nicht gegen ein einzelnes. Hinzu kommen entfallende Wartung und Filterkosten, eine kleinere Anlagentechnik, weniger Gewerkekoordination und eine schnellere Montage. Im ABW-Referenzprojekt in Düsseldorf (250 m²) lagen die Betriebskosten über zehn Jahre deutlich unter der konventionellen Variante.

Was passiert, wenn die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist?

Genau für diesen Fall wurde das System entwickelt. interpanel arbeitet auch bei über 80 Prozent relativer Luftfeuchte ohne taupunktbedingte Abregelung, weil die Kühlung über Strahlungsabsorption läuft und an der Kühlfläche durch die Membran im bestimmungsgemäßen Betrieb kein Kondensat entsteht. Für extrem feuchte Regionen lässt sich optional ein Entfeuchtungsgerät in den Niedertemperaturkreislauf einbinden, die Grundkühlung über Strahlung bleibt davon unabhängig.

Können wir interpanel nicht einfach mit einer kleinen Klimaanlage ergänzen?

Das ist möglich, denn interpanel lässt sich problemlos mit konventioneller Klimatechnik kombinieren. Für den Betrieb von interpanel ist keine Entfeuchtung notwendig; bei hohen Feuchtelasten sind Lüftung oder Entfeuchtung empfehlenswert. Zahlreiche Projekte mit zehntausenden Quadratmetern Nutzfläche und tausenden täglichen Nutzern zeigen jedoch, dass das bei normaler Büronutzung nach ASR auch in heißen Regionen Deutschlands nicht erforderlich ist, Fensterlüftung und interpanel genügen auch bei Außentemperaturen über 40 Grad Celsius.

Warum sind luftbasierte Klimaanlagen für moderne Büros nicht ideal?

Konventionelle Klimaanlagen erzeugen Geräusche von etwa 40 bis 72 dB, verursachen hohe Energiekosten, brauchen zentrale Rohrleitungen mit großem Platzbedarf und müssen regelmäßig gewartet werden, von Filtern über Kondensatwannen bis zu den Kanälen. Sie verhindern oft die Fensterlüftung und trocknen die Raumluft aus, weshalb ein erheblicher Teil der Nutzer über Zugluft, Geräusche und trockene Schleimhäute klagt. Der eigentliche Knackpunkt: Die gesamte Kühlung läuft über bewegte Luft, obwohl der menschliche Körper mehr als die Hälfte seiner Wärme über Strahlung abgibt.

Wann ist eine konventionelle Kühldecke noch die richtige Wahl?

Eine taupunktabhängige Kühldecke kann sinnvoll sein, wenn die Luftfeuchtigkeit im Gebäude ohnehin dauerhaft unter 60 Prozent gehalten wird, etwa über eine zentrale Lüftungsanlage mit Entfeuchtung, und keine Fensterlüftung gewünscht ist. In der Praxis trifft das nur auf Gebäude zu, die eine solche raumlufttechnische Anlage bereits betreiben. Für alle anderen Fälle, etwa Bestandssanierung, Fensterlüftung oder flexible Mietflächen, ist interpanel die zuverlässigere und wirtschaftlichere Lösung.

Ist ein Gesamtkostenvergleich fair, wenn die Klimaanlage in der Anschaffung günstiger ist?

Fair wird der Vergleich erst über die Gesamtkosten über 20 Jahre, also die Total Cost of Ownership. Konventionelle Klimaanlagen wirken bei der Investition oft günstiger, kosten im Betrieb aber deutlich mehr durch Wartung, Filter, Energie und größere Anlagentechnik. Dazu kommt, dass interpanel zugleich Heizung, Beleuchtung und Akustik ersetzt, die Investition gehört also gegen die Summe von vier Einzelsystemen gestellt. Im ABW-Referenzprojekt in Düsseldorf lagen die Betriebskosten über zehn Jahre deutlich unter der konventionellen Variante.

Lässt sich interpanel als Hybrid mit einer bestehenden Klimaanlage kombinieren?

Ja. interpanel kann als Ergänzung zu einer bestehenden luftbasierten Anlage eingebaut werden. Die strahlungsbasierte Kühlung übernimmt dann die sensible Kühllast, sodass sich die vorhandene Anlage spürbar entlasten und kleiner fahren lässt. In der Praxis sinken so die Auslastung der Bestandsanlage und damit ihr Energieverbrauch deutlich.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Sprechen Sie mit uns über Ihr Projekt. Wir beantworten technische Fragen, rechnen Ihr Gebäude mit einer dynamischen Simulation durch und zeigen, welches Raumklima und welche Leistung interpanel in Ihrem Fall erreicht.