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Deckenstrahlplatte

Eine Deckenstrahlplatte ist eine abgehängte Metallplatte mit aufgelötetem oder eingepresstem Rohrregister, die überwiegend über Wärmestrahlung heizt oder kühlt. Sie wird häufig in Hallen, Werkstätten und hohen Räumen eingesetzt.

Funktion und Einsatz

Warmwasser durchströmt das Rohrregister, die Metallplatte gibt die Wärme als Infrarotstrahlung nach unten ab. In großen Höhen ist das effizient, weil nicht die gesamte Raumluft erwärmt werden muss. Die Prüfung der Leistung erfolgt nach DIN EN 14037.

Abgrenzung

Deckenstrahlplatten sind primär Heizelemente für industrielle Anwendungen. Für die zugfreie, leise Kühlung von Büros mit integriertem Licht und Akustik kommen multifunktionale Deckensysteme zum Einsatz, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen hohe Kühlleistungen erreichen.

Heizen und Kühlen

Die Leistung von Deckenstrahlplatten wird nach DIN EN 14037 geprüft. Ein Kühlbetrieb ist möglich, bleibt aber durch den Taupunkt begrenzt und liefert geringere Leistungen als im Heizfall. Über die Hälfte der Wärme wird als Infrarotstrahlung übertragen, was in hohen Hallen effizient ist, weil nicht die gesamte Raumluft erwärmt werden muss. Für die Bürokühlung mit Komfort-, Licht- und Akustikanspruch sind dagegen multifunktionale Deckensysteme im Vorteil, die ohne taupunktbedingte Abregelung bei zulässigen Betriebsbedingungen kühlen und nach DIN EN 14240 (Vorlauf 8/12 °C, Raum 26 °C) rund 107 W/m² (Klimapanel) bis 184 W/m² (Klimaleuchte, inklusive LED-Abwärme) erreichen.

Während die Heizleistung nach DIN EN 14037 nachgewiesen wird, gilt für den Kühlbetrieb die DIN EN 14240. Im Sommer begrenzt die Oberflächentemperatur die nutzbare Kühlleistung: Sinkt sie in die Nähe des Taupunkts der Raumluft, muss die Vorlauftemperatur angehoben (abgeregelt) werden, sonst droht Kondensat. Klassische Deckenstrahlplatten erreichen im Kühlfall deshalb meist deutlich weniger als im Heizfall, eine konventionelle Kühldecke nach DIN EN 14240 etwa 72 W/m² unter Nennbedingungen (Temperaturdifferenz 8 K).

Häufige Fragen zu Deckenstrahlplatte

Wo werden Deckenstrahlplatten eingesetzt?

Überwiegend in Hallen, Werkstätten, Lagern und hohen Räumen. Dort heizen sie Personen und Flächen direkt über Strahlung, ohne die gesamte Raumluft erwärmen zu müssen. Im Kühlbetrieb werden sie seltener und mit begrenzter Leistung genutzt.

Worin unterscheidet sich eine Deckenstrahlplatte von einer Kühldecke fürs Büro?

Deckenstrahlplatten sind robuste Industrieelemente für große Höhen und hohe Heizleistungen. Bürotaugliche Kühldecken integrieren zusätzlich Licht und Akustik und sind auf zugfreie, geräuschlose Kühlung bei niedrigen Vorlauftemperaturen ausgelegt.

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