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DIN EN 16798

DIN EN 16798 legt Eingangsparameter für das Innenraumklima fest, die in die energetische Bewertung von Gebäuden eingehen. Dazu zählen Kategorien der thermischen Behaglichkeit, der Luftqualität, der Beleuchtung und der Akustik, die das geforderte Komfortniveau eines Raums beschreiben.

Komfort als Planungsvorgabe

Die Norm verbindet Energiebewertung und Nutzerkomfort: Wer ein hohes Komfortniveau anstrebt, muss Temperatur, Luftqualität und Akustik in engeren Grenzen halten. Multifunktionale Deckensysteme adressieren mehrere dieser Parameter zugleich, indem sie Temperierung, Licht und Schallabsorption in einer Fläche zusammenführen.

Kategorien statt Einzelwert

DIN EN 16798 arbeitet mit Komfortkategorien. Damit wird kein einzelner Temperaturwert absolut gesetzt, sondern ein Zielniveau für Auslegung und Betrieb beschrieben. Für hochwertige Büroflächen ist das hilfreich, weil Auftraggeber, TGA-Planung und Betrieb früh festlegen können, ob ein mittleres oder ein sehr enges Komfortband erreicht werden soll.

Was die Kategorien konkret vorgeben

Die Kategorien unterscheiden sich vor allem in der Breite der zulässigen Komfortbänder. Für die operative Raumtemperatur im Sommerfall nennt DIN EN 16798-1 zum Beispiel für Einzelbüros in Kategorie I ein enges Band um etwa 23,5 bis 25,5 °C, in Kategorie II ein weiteres von rund 23 bis 26 °C; im Winterfall liegen die Bänder entsprechend tiefer. Über die Temperatur hinaus legt die Norm Vorgaben zur Luftqualität (etwa Auslegungs-Luftvolumenströme und CO₂-Grenzwerte), zur Luftfeuchte und zu den Geschwindigkeiten der Raumluft fest. Für die Planung heißt das: Die Wahl der Kategorie bestimmt unmittelbar die Auslegungslast und damit die erforderliche Leistung der Heiz- und Kühlflächen.

Abgrenzung zu DIN EN ISO 7730

DIN EN ISO 7730 liefert die analytische Komfortbewertung über die Indizes PMV (vorhergesagtes mittleres Komfortvotum) und PPD (vorhergesagter Anteil Unzufriedener). DIN EN 16798 überführt solche Komfortparameter in Eingangsgrößen für die energetische Bewertung von Gebäuden. In der Planung gehören beide zusammen: Komfortziel festlegen, Lasten berechnen, System darauf auslegen.

Häufige Fragen zu DIN EN 16798

Was legt DIN EN 16798 fest?

Eingangsparameter für das Innenraumklima, die in die energetische Bewertung von Gebäuden eingehen: Kategorien der thermischen Behaglichkeit, der Luftqualität, der Beleuchtung und der Akustik. Sie beschreiben das angestrebte Komfortniveau.

Was bedeuten die Komfortkategorien?

Die Norm definiert Kategorien (etwa I bis IV) mit steigenden Anforderungen an das Raumklima. Kategorie I steht für ein hohes Komfortniveau mit engen Grenzen für Temperatur und Behaglichkeit, wie es für hochwertige Büros angestrebt wird.

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