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DIN EN ISO 7730

DIN EN ISO 7730 ist die Norm zur analytischen Bestimmung und Interpretation der thermischen Behaglichkeit; das international weitgehend entsprechende Pendant ist ASHRAE 55. Sie definiert die Indizes PMV und PPD sowie Komfortkategorien und berücksichtigt dabei Lufttemperatur, Strahlungstemperatur, Luftgeschwindigkeit, Feuchte, Aktivität und Bekleidung.

PMV, PPD und lokale Behaglichkeit

Neben dem Gesamturteil über PMV und PPD bewertet die Norm auch lokale Unbehaglichkeit, etwa durch Zugluft, Strahlungsasymmetrie oder vertikale Temperaturunterschiede. Zugfreie Flächensysteme schneiden hier günstig ab, weil sie ohne Luftbewegung kühlen und eine gleichmäßige Strahlungsumgebung schaffen.

Die sechs Eingangsgrößen

Die Bewertung hängt nicht allein von der Lufttemperatur ab. Relevant sind Lufttemperatur, mittlere Strahlungstemperatur, Luftgeschwindigkeit, Luftfeuchte, Aktivitätsgrad und Bekleidung. Deshalb kann ein Raum mit gleicher Lufttemperatur unterschiedlich empfunden werden, wenn Decken, Fensterflächen oder Wände deutlich wärmer oder kühler sind.

Warum Strahlungssysteme anders wirken

Kühldecken senken die mittlere Strahlungstemperatur und damit die operative Temperatur. Das verbessert den PMV, ohne dass die Luft stark bewegt oder sehr kalt eingeblasen werden muss. Genau diese Trennung zwischen Lufttemperatur und Strahlungsumgebung macht die Norm für Deckenheizung und Deckenkühlung so wichtig. Flächensysteme von interpanel wirken nach genau diesem Prinzip über die Strahlungstemperatur: Sie senken die operative Temperatur, ohne die Raumluft stark kühlen oder bewegen zu müssen, und nutzen den nach DIN EN ISO 7730 größeren zulässigen Spielraum kühler Deckenflächen.

Strahlungsasymmetrie bei kühlen Decken

Bei der lokalen Behaglichkeit ist die Strahlungstemperatur-Asymmetrie zwischen zwei Raumrichtungen begrenzt. Die Norm bewertet eine kühle Decke deutlich nachsichtiger als eine warme Decke, weil der Mensch eine kühle Fläche über dem Kopf als angenehmer empfindet. Für die Kühlung über die Decke bedeutet das einen vergleichsweise großen zulässigen Spielraum, während warme Decken (Deckenheizung) enger begrenzt sind. Die zugehörigen Messgrößen und Messverfahren für Luft- und Strahlungstemperatur sind in DIN EN ISO 7726 geregelt.

Häufige Fragen zu DIN EN ISO 7730

Was bestimmt DIN EN ISO 7730?

Die analytische Bewertung der thermischen Behaglichkeit über die Indizes PMV und PPD. Sie berücksichtigt Lufttemperatur, Strahlungstemperatur, Luftgeschwindigkeit, Feuchte sowie Aktivität und Bekleidung der Personen.

Welche Rolle spielt die Strahlungstemperatur in der Norm?

Die mittlere Strahlungstemperatur geht gleichberechtigt mit der Lufttemperatur in die operative Temperatur und damit in den PMV ein. Flächensysteme verbessern den Komfort daher direkt über die Strahlungstemperatur, ohne die Lufttemperatur senken zu müssen.

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