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Heiz- und Kühldecke

Eine Heiz- und Kühldecke nutzt dasselbe wassergeführte Register, um zu heizen und zu kühlen. Im Winter strömt Warmwasser, im Sommer Kaltwasser. Beide Betriebsarten arbeiten mit moderaten Medientemperaturen und passen damit zum reversiblen Wärmepumpenbetrieb.

Ein System für beide Jahreszeiten

Heizen und Kühlen über dieselbe Fläche spart ein separates Gewerk. Die Wärme wird überwiegend als Strahlung übertragen, was im Winter behagliche Strahlungswärme und im Sommer zugfreie Kühlung bedeutet. interpanel führt dieses Prinzip in der Klimaleuchte und im Klimapanel zusammen.

Leistung im Kühlbetrieb

Konventionelle Heiz- und Kühldecken sind im Kühlbetrieb durch den Taupunkt begrenzt und erreichen real rund 72 W/m² (DIN EN 14240, ΔT 8 K), im Sommerbetrieb durch taupunktbedingte Abregelung oft deutlich weniger. Systeme ohne taupunktbedingte Abregelung bei zulässigen Betriebsbedingungen erreichen mehr: das interpanel Klimapanel rund 107 W/m², die Klimaleuchte bis 184 W/m² (inklusive LED-Abwärme), gemessen nach DIN EN 14240 bei Vorlauf 8/12 °C und 26 °C Raumtemperatur. interpanel erreicht diese Werte über die MARC-Membran (Membrane Assisted Radiant Cooling), die die kalte Fläche infrarotdurchlässig, aber wasserdampfdicht von der Raumluft trennt.

Betriebsweise und Hydraulik

Die Umschaltung zwischen Heizen und Kühlen erfolgt zentral über die Medientemperatur. Bei interpanel versorgt ein einziges gemeinsames Flächenregister alle Funktionen, statt getrennter Netze für Heizen und Kühlen; gewechselt wird allein die Wassertemperatur im Register. Im Kühlbetrieb liegt der Betriebspunkt bei 8 °C Vorlauf und 12 °C Rücklauf. Im Heizbetrieb gibt die Decke ihre Wärme überwiegend als Strahlung an Personen und Umschließungsflächen ab und erreicht etwa 80 W/m² Heizfläche, geprüft nach DIN EN 14037-5. Die Vorlauftemperatur bleibt dabei mit rund 28 bis 40 °C niedrig, was den Betrieb einer Wärmepumpe begünstigt. Mehr dazu im Artikel Vorlauftemperatur und Wärmepumpe.

Häufige Fragen zu Heiz- und Kühldecke

Wie schaltet eine Heiz- und Kühldecke zwischen Heizen und Kühlen um?

Über die Temperatur des durchströmenden Wassers. Im Winter strömt Warmwasser, im Sommer Kaltwasser durch dasselbe Register. Die Umschaltung erfolgt zentral in der Hydraulik, oft kombiniert mit einer reversiblen Wärmepumpe.

Warum passt eine Heiz- und Kühldecke gut zur Wärmepumpe?

Sie arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen beim Heizen und moderaten beim Kühlen. Je näher die Vorlauftemperatur an der Raumtemperatur liegt, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Ein einziges gemeinsames Flächenregister bedient beide Betriebsarten; gewechselt wird nur die Wassertemperatur.

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