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PMV / PPD

PMV (Predicted Mean Vote) und PPD (Predicted Percentage Dissatisfied) sind Komfortindizes nach DIN EN ISO 7730 (international ASHRAE 55). Der PMV prognostiziert auf einer Skala von −3 bis +3 das mittlere Temperaturempfinden, der PPD den prozentualen Anteil der mit dem Raumklima Unzufriedenen.

PMV: das mittlere Empfinden

Die PMV-Skala reicht von −3 (kalt) über 0 (neutral) bis +3 (heiß). Der Index fasst sechs Einflussgrößen zu einem Erwartungswert zusammen. Weil die mittlere Strahlungstemperatur direkt eingeht, verbessern Flächenheiz- und -kühlsysteme den PMV, ohne dass die Lufttemperatur verändert werden muss.

PPD: der Anteil Unzufriedener

Der PPD wird aus dem PMV abgeleitet und steigt symmetrisch an, sobald der PMV von null abweicht. Im Optimum verbleiben rund fünf Prozent Unzufriedene. Für Büros wird üblicherweise ein PPD unter zehn Prozent angestrebt. Beide Indizes liefern damit eine objektive Grundlage, um Komfortqualität zu vergleichen.

Komfortkategorien in der Planung

In der Planung wird der Komfort üblicherweise in Kategorien gestuft. DIN EN ISO 7730 ordnet dem PPD drei Kategorien zu: Kategorie A entspricht einem PPD unter sechs Prozent (PMV zwischen −0,2 und +0,2), Kategorie B unter zehn Prozent (PMV −0,5 bis +0,5) und Kategorie C unter fünfzehn Prozent (PMV −0,7 bis +0,7). Über diese Kategorien legen Sie schon in der Vorplanung fest, wie hochwertig das Raumklima ausgelegt wird, und gleichen die Anforderung mit den Eingangsparametern für Raumklima und Energieeffizienz aus DIN EN 16798 ab. Für Büro- und Aufenthaltsräume ist Kategorie B der übliche Zielwert.

Lokale Unbehaglichkeit

PMV und PPD bewerten den ganzen Körper. DIN EN ISO 7730 ergänzt sie um die lokale thermische Unbehaglichkeit, die einzelne Körperpartien betrifft: Zugluft (Draught Rate), vertikale Lufttemperaturunterschiede zwischen Kopf und Fußboden, asymmetrische Strahlung sowie ein zu warmer oder zu kalter Fußboden. Jede dieser Größen erzeugt einen eigenen Anteil Unzufriedener, der zum globalen PPD hinzukommt. Ein rechnerisch behaglicher Raum kann lokal dennoch stören. Genau hier liegt eine Stärke von Flächensystemen: Weil sie über die Wärmestrahlung ohne hohe Luftbewegung temperieren, vermeiden Decken-Kühlsysteme die typische Zugluft konvektiver Anlagen und halten die Strahlungsasymmetrie gering. Die Klimadecke wirkt großflächig und gleichmäßig, sodass neben dem PMV auch die lokalen Beiträge niedrig bleiben. Klimapanel und Klimaleuchte von interpanel geben Wärme überwiegend über Strahlung ab und arbeiten mit großflächigen, gleichmäßig temperierten Flächen, sodass sowohl der PMV als auch die lokalen Beiträge wie Zugluft und Strahlungsasymmetrie niedrig bleiben.

Häufige Fragen zu PMV und PPD

Welche Größen beeinflussen den PMV?

Sechs Faktoren: Lufttemperatur, mittlere Strahlungstemperatur, Luftgeschwindigkeit, Luftfeuchtigkeit sowie die personenbezogenen Größen Aktivitätsgrad und Bekleidung. Flächensysteme wie Kühldecken wirken vor allem über die Strahlungstemperatur auf den PMV.

Warum lässt sich der PPD nie auf null senken?

Das thermische Empfinden ist individuell. Selbst im rechnerischen Optimum (PMV = 0) bleiben nach DIN EN ISO 7730 rund fünf Prozent der Personen unzufrieden. Ein PPD unter zehn Prozent gilt als guter Komfortbereich.

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