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Kühlbalken

Ein Kühlbalken ist ein Deckengerät, das Raumluft über ein wasserführendes Kühlregister abkühlt. Passive Kühlbalken arbeiten allein über Konvektion; aktive Kühlbalken führen zusätzlich Primärluft zu. Anders als Kühldecken kühlen sie überwiegend die Luft, nicht über Strahlung.

Funktionsprinzip

Warme Raumluft steigt auf, wird am kalten Register abgekühlt und sinkt wieder ab. Aktive Kühlbalken nutzen zusätzlich Primärluft, um die Luftbewegung zu verstärken und zugleich Frischluft einzubringen. Die Kühlung erfolgt damit überwiegend über die Luft.

Komfort und Abgrenzung

Weil Kühlbalken über Luftbewegung kühlen, können Zugerscheinungen auftreten. Auch sie unterliegen im Kühlbetrieb der Taupunktgrenze. Strahlungsbasierte Kühldecken kühlen dagegen zugfrei und geräuschlos; Systeme, die ohne taupunktbedingte Abregelung bei zulässigen Betriebsbedingungen arbeiten, halten ihre Leistung dabei stabil.

Die Kühlleistung von Kühlbalken wie auch von Kühldecken wird nach einem einheitlichen Prüfverfahren ermittelt (DIN EN 14240), sodass Sie verschiedene Systeme vergleichen können. Der entscheidende Unterschied liegt im Wirkmechanismus: Kühlbalken senken vor allem die Lufttemperatur, eine Kühldecke senkt zusätzlich die mittlere Strahlungstemperatur des Raums. Für das Behaglichkeitsempfinden zählt die operative Temperatur als Mittel aus Luft- und Strahlungstemperatur (DIN EN ISO 7730), und der Mensch gibt rund 60 Prozent seiner Wärme über Strahlung ab. Eine kühle Deckenfläche wirkt deshalb auch dann behaglich, wenn die Lufttemperatur etwas höher liegt.

Auslegung und Grenzen

Aktive Kühlbalken verbinden Kühlung und Frischluftversorgung über die Primärluft, passive arbeiten allein über Konvektion am Register. Beide liefern hohe lokale Leistung, sind aber durch den Taupunkt begrenzt und können Zugerscheinungen verursachen, weshalb Anordnung und Luftführung sorgfältig geplant werden müssen. Wo zugfreier, geräuschloser Komfort gefragt ist, kühlt eine strahlungsbasierte Decke vorteilhafter und hält ihre Leistung bei zulässigen Betriebsbedingungen ohne taupunktbedingte Abregelung.

Klimapanel und Klimaleuchte von interpanel kühlen demgegenüber über Strahlungsabsorption an der Deckenfläche und erreichen geprüfte Leistungen von rund 107 W/m² (Klimapanel) bis 184 W/m² (Klimaleuchte, inklusive LED-Abwärme), gemessen nach DIN EN 14240 bei Vorlauf 8/12 °C und 26 °C Raumtemperatur; die MARC-Membran (Membrane Assisted Radiant Cooling) erlaubt dabei niedrige Oberflächentemperaturen ohne taupunktbedingte Abregelung bei zulässigen Betriebsbedingungen.

Häufige Fragen zu Kühlbalken

Was unterscheidet aktive und passive Kühlbalken?

Passive Kühlbalken kühlen allein über natürliche Konvektion an einem Kühlregister. Aktive Kühlbalken führen zusätzlich aufbereitete Primärluft zu, die die Konvektion verstärkt und gleichzeitig den Luftwechsel sicherstellt.

Kühlt ein Kühlbalken über Strahlung wie eine Kühldecke?

Nein, überwiegend über Konvektion, also über die Abkühlung vorbeiströmender Luft. Eine Kühldecke kühlt dagegen überwiegend über Strahlung. Da der Mensch rund 60 Prozent seiner Wärme über Strahlung abgibt (DIN EN ISO 7730), wird eine kühle Strahlungsfläche als behaglich empfunden. Das macht die Kühldecke zugfreier und für hohen thermischen Komfort geeigneter.

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