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Nachhallzeit

Die Nachhallzeit (T60) ist die Zeit, in der der Schalldruckpegel nach Abschalten der Schallquelle um 60 Dezibel abnimmt. Sie ist das zentrale Maß für die Hörsamkeit eines Raums und hängt von Raumvolumen und gesamter Schallabsorptionsfläche ab.

Berechnung

Die Nachhallzeit wird über die Sabinesche Formel T = 0,163 · V / A bestimmt. V ist das Raumvolumen, A die äquivalente Schallabsorptionsfläche, also die Summe aller Flächen multipliziert mit ihrem jeweiligen Schallabsorptionsgrad. Schallabsorbierende Deckenelemente erhöhen A und verkürzen damit die Nachhallzeit.

Bedeutung für die Raumakustik

Eine zu lange Nachhallzeit verschlechtert die Sprachverständlichkeit und erhöht den Geräuschpegel in Großraumbüros. DIN 18041 definiert je nach Nutzung Soll-Nachhallzeiten. Da die Decke meist die größte freie Fläche eines Raums ist, wirkt sie als wirksamster Ort für Schallabsorption, integriert mit Kühlung und Licht im selben Element.

Schallabsorptionsgrad αw als Stellgröße

Wie stark eine Fläche die Nachhallzeit verkürzt, bestimmt ihr Schallabsorptionsgrad. Der frequenzabhängige Wert α reicht von 0 (vollständige Reflexion) bis 1 (vollständige Absorption); nach DIN EN ISO 11654 fasst der bewertete Schallabsorptionsgrad αw diese Frequenzkurve zu einer Einzahlangabe zusammen. In der Sabineschen Formel T = 0,163 · V / A geht jede Fläche als Produkt aus ihrer Größe und ihrem α-Wert in die äquivalente Absorptionsfläche A ein. Eine schallharte Betondecke mit αw ≈ 0,05 trägt kaum bei, ein hochwirksamer Deckenabsorber mit αw = 0,9 bis 1,0 dagegen erheblich. Da die Decke meist die größte zusammenhängende Fläche bildet, lässt sich der für die DIN 18041 geforderte Sollwert dort am effizientesten erreichen, ohne Wand- oder Bodenflächen zu beanspruchen.

Akustik in der interpanel-Decke

Bei den Systemen von interpanel ist die Schallabsorption in dasselbe Deckenelement integriert, das auch Kühlung, Heizung und Licht trägt. Klimapanel und Klimaleuchte erreichen einen bewerteten Schallabsorptionsgrad bis etwa αw 0,85 (Klasse A oder B), die Akustikleuchte bis etwa αw 1,0 (Klasse A), jeweils ermittelt nach DIN EN ISO 354 und eingeordnet nach DIN EN ISO 11654. So lässt sich der nach DIN 18041 geforderte Sollwert der Nachhallzeit über die Deckenfläche erreichen, ohne zusätzliche Wand- oder Deckenabsorber und ohne Verlust an nutzbarer Funktionsfläche.

Häufige Fragen zur Nachhallzeit

Wie wird die Nachhallzeit berechnet?

Nach der Sabineschen Formel T = 0,163 · V / A, wobei V das Raumvolumen und A die äquivalente Schallabsorptionsfläche ist. Je mehr absorbierende Fläche ein Raum enthält, desto kürzer die Nachhallzeit.

Welche Nachhallzeit ist im Büro sinnvoll?

DIN 18041 gibt nutzungsabhängige Sollwerte vor. Für Büro- und Besprechungsräume liegen die empfohlenen Nachhallzeiten meist im Bereich von rund 0,5 bis 0,8 Sekunden, damit Sprache gut verständlich bleibt.

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