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Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke ist der auf eine Fläche treffende Lichtstrom je Flächeneinheit, gemessen in Lux (lx). Sie beschreibt, wie hell eine Fläche beleuchtet wird. Für Büro- und Bildschirmarbeitsplätze fordert DIN EN 12464-1 mindestens 500 lx auf der Arbeitsfläche.

Einheit und Messung

Ein Lux entspricht einem Lumen je Quadratmeter. Gemessen wird die Beleuchtungsstärke mit einem Luxmeter auf der Nutzebene, etwa der Schreibtischhöhe. Normen geben Wartungswerte vor, also die Beleuchtungsstärke, die über die gesamte Nutzungsdauer der Anlage nicht unterschritten werden darf.

Bedeutung am Arbeitsplatz

Eine ausreichende Beleuchtungsstärke ist Voraussetzung für gutes Sehen und ermüdungsfreies Arbeiten. Sie ist Teil eines stimmigen Lichtkonzepts, das zusätzlich Farbtemperatur, Blendung (UGR) und den circadianen Rhythmus berücksichtigt. In integrierten Deckenleuchten lässt sich die geforderte Beleuchtungsstärke mit gleichmäßiger Lichtverteilung und niedriger Blendung erreichen. Die in interpanel integrierten Leuchten erreichen die geforderte Beleuchtungsstärke bei gleichmäßiger Lichtverteilung und einer Blendungsbewertung von UGR kleiner oder gleich 19 sowie einer Farbwiedergabe von CRI (Farbwiedergabeindex) größer 90, optional mit tageslichtähnlicher HCL-Steuerung (3.000 bis 6.500 K).

Gleichmäßigkeit und Umgebungsbereiche

Neben dem reinen Lux-Wert fordert DIN EN 12464-1 eine ausreichende Gleichmäßigkeit der Beleuchtung. Diese beschreibt das Verhältnis von minimaler zu mittlerer Beleuchtungsstärke (Uo) auf dem Bereich der Sehaufgabe und soll für Büroarbeitsplätze mindestens 0,6 betragen. Die Norm unterscheidet zudem den unmittelbaren Umgebungsbereich und den Hintergrundbereich, für die abgestufte Mindestwerte gelten. So wird verhindert, dass das Auge bei ständigem Blickwechsel zwischen sehr hellen und dunklen Flächen ermüdet.

Abgrenzung zur Leuchtdichte

Beleuchtungsstärke und Leuchtdichte werden häufig verwechselt, beschreiben jedoch verschiedene Größen. Die Beleuchtungsstärke in Lux ist eine empfängerseitige Größe: Sie erfasst den Lichtstrom, der auf der Nutzebene auftrifft, und sagt damit aus, „wie viel Licht ankommt“. Die Leuchtdichte in Candela je Quadratmeter ist dagegen eine senderseitige Größe und beschreibt, „wie hell“ eine leuchtende oder reflektierende Fläche dem Auge erscheint. Erst die Leuchtdichte ist für den Helligkeitseindruck und für die Blendungsbewertung nach UGR maßgeblich. Zwei Arbeitsplätze können bei identischen 500 lx sehr unterschiedlich wahrgenommen werden, wenn sich Reflexionsgrade der Oberflächen oder die Leuchtdichte der Leuchten unterscheiden. Für eine normgerechte Planung nach DIN EN 12464-1 sind daher stets beide Größen sowie deren Gleichmäßigkeit auf der Nutzebene zu betrachten.

Häufige Fragen zur Beleuchtungsstärke

Wie viel Lux sind am Büroarbeitsplatz gefordert?

DIN EN 12464-1 fordert für Büro- und Bildschirmarbeitsplätze mindestens 500 lx auf der Arbeitsfläche. Für anspruchsvolle Sehaufgaben wie technisches Zeichnen werden höhere Werte angesetzt.

Worin unterscheiden sich Beleuchtungsstärke und Leuchtdichte?

Die Beleuchtungsstärke (Lux) beschreibt das auf eine Fläche treffende Licht. Die Leuchtdichte (Candela je Quadratmeter) beschreibt die Helligkeit, mit der eine Fläche oder Leuchte erscheint, und ist maßgeblich für die Blendungsbewertung (UGR).

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