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Leuchtdichte

Die Leuchtdichte ist das Maß für die Helligkeit, mit der eine leuchtende oder reflektierende Fläche dem Auge erscheint. Sie wird in Candela je Quadratmeter (cd/m²) angegeben und bestimmt den Helligkeitseindruck sowie die empfundene Blendung, anders als die empfängerseitige Beleuchtungsstärke.

Sender- statt empfängerseitig

Während die Beleuchtungsstärke (Lux) misst, wie viel Lichtstrom auf einer Fläche ankommt, beschreibt die Leuchtdichte, wie viel Licht von einer Fläche in Richtung des Auges ausgeht. Sie hängt vom Lichtstrom und von der Fläche ab, über die er abgegeben wird. Zwei Arbeitsplätze mit identischen 500 lx können sehr unterschiedlich wirken, wenn sich die Leuchtdichten der Leuchten oder die Reflexionsgrade der Oberflächen unterscheiden.

Bedeutung für Blendung und Komfort

Für das visuelle Empfinden und die Blendungsbewertung nach UGR ist die Leuchtdichte die maßgebliche Größe. Niedrige, gleichmäßige Leuchtdichten sind die Voraussetzung für ermüdungsfreies Arbeiten am Bildschirm. Großflächige Deckenleuchten erreichen dies, weil sie den Lichtstrom über eine große Fläche verteilen. In integrierten Deckensystemen lässt sich blendarmes Licht mit Kühlung und Akustik in einem Element verbinden.

Für ermüdungsfreies Sehen kommt es nicht nur auf die absolute Leuchtdichte an, sondern auf ein ausgewogenes Verhältnis der Leuchtdichten im Blickfeld. Zu große Helligkeitssprünge zwischen Arbeitsfläche, unmittelbarem Umfeld und Hintergrund zwingen das Auge zu ständiger Adaptation und ermüden. Deshalb empfiehlt DIN EN 12464-1 ausgewogene Leuchtdichteverteilungen und nennt Richtwerte für die Reflexionsgrade von Decke, Wänden und Boden, weil diese Flächen einen großen Teil der wahrgenommenen Leuchtdichte bestimmen. Eine große, gleichmäßig leuchtende Deckenfläche unterstützt diese Anforderung besser als wenige helle Einzelpunkte.

Häufige Fragen zu Leuchtdichte

Worin unterscheiden sich Leuchtdichte und Beleuchtungsstärke?

Die Beleuchtungsstärke (Lux) ist empfängerseitig und beschreibt, wie viel Licht auf einer Fläche ankommt. Die Leuchtdichte (cd/m²) ist senderseitig und beschreibt, wie hell eine leuchtende oder reflektierende Fläche dem Auge erscheint. Erst die Leuchtdichte bestimmt den Helligkeitseindruck und die Blendung.

Warum ist die Leuchtdichte für die Blendung wichtig?

Blendung entsteht, wenn die Leuchtdichte im Blickfeld zu hoch ist oder zu stark vom Hintergrund abweicht. Der UGR bewertet genau dieses Verhältnis. Große, gleichmäßig leuchtende Flächen mit niedriger Leuchtdichte blenden weniger als kleine, sehr helle Lichtquellen.

Wie lässt sich eine niedrige Leuchtdichte erreichen?

Durch großflächige, entblendete Leuchten, die denselben Lichtstrom über eine größere Fläche abgeben. Eine flächige Deckenleuchte erreicht die geforderte Beleuchtungsstärke bei deutlich geringerer Leuchtdichte als eine punktförmige Lichtquelle.

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