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Niedertemperaturheizung

Eine Niedertemperaturheizung ist eine Heizung, die Räume mit niedriger Vorlauftemperatur warm hält, meist mit Flächenheizungen oder großen Heizkörpern. Feste Grenzwerte nennt vor allem die BEG-Förderung, 55 °C Vorlauf für Niedertemperaturheizkörper und 35 °C für Flächenheizsysteme. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet eine Wärmepumpe.

Wo die Grenzen liegen

In der Förderung der Heizungsoptimierung nennt das BAFA zwei Werte: den Austausch von Heizkörpern durch Niedertemperaturheizkörper mit einer Vorlauftemperatur bis 55 °C und den erstmaligen Einbau von Flächenheizsystemen mit System-Vorlauftemperaturen bis 35 °C. Für die Eignung eines Gebäudes für die Wärmepumpe nennt die Verbraucherzentrale ebenfalls eine Vorlauftemperatur möglichst ganzjährig unter 55 °C. Klassische Heizkörper werden häufig auf 55 bis 70 °C ausgelegt. Gemessene Bestandsanlagen kamen laut Fraunhofer ISE (2020) im Mittel mit maximal rund 44 bis 45 °C aus.

Flächenheizung und Heizkörper

Flächenheizungen geben ihre Wärme über eine große Fläche ab und kommen deshalb mit wenig Temperatur aus. Eine Deckenheizung arbeitet mit rund 28 bis 40 °C Vorlauf und gibt ihre Wärme überwiegend als Strahlung ab. Für die BAFA-Förderung der Heizungsoptimierung muss die System-Vorlauftemperatur bei höchstens 35 °C liegen. Heizkörper erreichen niedrige Temperaturen, wenn sie groß genug sind. Das Fraunhofer ISE hat in Bestandsgebäuden gemessen, dass ausreichend dimensionierte Heizkörper im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen auskommen wie Flächenheizungen (2025).

Bedeutung für die Wärmepumpe

Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto weniger Temperaturhub muss die Wärmepumpe leisten und desto höher ist ihre Jahresarbeitszahl. Die Wasserkreise einer Deckenheizung können im Sommer auch kühlen. Mehr zur Eignung von Bestandsgebäuden im Eintrag Wärmepumpe im Altbau.

Quellen: BAFA, Heizungsoptimierung (BEG EM), abgerufen 01.10.2026; Verbraucherzentrale, Wärmepumpe im Eigenheim (Stand 25.03.2026); Fraunhofer ISE, Projekt WP-QS im Bestand, Presseinformation 03.11.2025

Häufige Fragen zu Niedertemperaturheizung

Ab welcher Vorlauftemperatur spricht man von Niedertemperatur?

Feste Werte nennt vor allem die BEG-Förderung, für Niedertemperaturheizkörper eine Vorlauftemperatur bis 55 °C und für Flächenheizsysteme System-Vorlauftemperaturen bis 35 °C (BAFA, Heizungsoptimierung). Flächenheizungen arbeiten typischerweise in diesem unteren Bereich.

Braucht eine Wärmepumpe eine Niedertemperaturheizung?

Sie arbeitet umso effizienter, je niedriger die Vorlauftemperatur ist. Als geeignet gilt ein Gebäude, wenn die Heizung möglichst ganzjährig mit weniger als 55 °C auskommt (Verbraucherzentrale). Das erreichen Flächenheizungen und ausreichend dimensionierte Heizkörper.

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